Autoneum spürt Chipmangel und senkt Jahresprognose

Autoneum spürt Chipmangel und senkt Jahresprognose
Automatische Produktion von Hitzeschildern im Autoneum-Werk Sevelen. (Foto Autoneum)

Winterthur – Der Autozulieferer Autoneum leidet unter der schleppenden Entwicklung in der globalen Fahrzeugproduktion und senkt für das laufende Jahr sowohl die Umsatz- als auch die Ergebnisprognose. Der Grund seien die Engpässe in der Lieferkette der Autohersteller, insbesondere die Verknappung von Halbleitern, teilte Autoneum am Donnerstag mit.

Grundsätzlich sei die Nachfrage nach Produkten von Autoneum in allen Regionen zwar weiterhin hoch, so das Unternehmen weiter. Doch es sei zu erwarten, dass die Autohersteller wegen der Lieferengpässe in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum ersten Halbjahr etwa 10 Prozent weniger Autos produzieren werden.

Das schlägt auch auf die Verkäufe von Autoneum durch. Die Winterthurer gehen davon aus, dass der Umsatz im zweiten Halbjahr tiefer als die 890 Millionen Franken des ersten Semesters ausfallen dürfte. Noch Ende Juli war das Management anlässlich der Publikation der Halbjahreszahlen von einer Steigerung des Umsatzes im zweiten Halbjahr ausgegangen.

Auch auf die Profitabilität werden die geringeren Verkäufe einen negativen Einfluss haben. Daher reduziert Autoneum die Erwartungen an die Betriebsgewinnmarge. Im Gesamtjahr 2021 rechnet die Gruppe noch mit einer EBIT-Marge im Bereich von 2 bis 3 Prozent. Bislang lautete die Prognose 4 bis 5 Prozent.

Der Free Cashflow werde derweil eine Grössenordnung von 60 bis 70 Millionen Franken erreichen, heisst es weiter. Dafür hatte man bei Autoneum bislang bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erwartet. (awp/mc/ps)

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