Avolta spürt Belastungen durch Iran-Krieg zunehmend weniger

Avolta spürt Belastungen durch Iran-Krieg zunehmend weniger
Avolta-CEO Xavier Rossinyol. (Foto: pd)

Basel – Beim Reisedetailhändler Avolta lassen die Belastungen durch den Iran-Krieg und die Anlaufkosten neuer Standorte allmählich nach. Sowohl beim Umsatzwachstum als auch bei der Profitabilität zeigte sich im dritten Quartal eine Verbesserung.

In den ersten neun Monaten erzielte Avolta einen bereinigten Umsatz (Core-Umsatz) von 10,4 Milliarden Franken, was einem organischen Wachstum von 4,1 Prozent entspricht. Ohne die Auswirkungen des Iran-Kriegs hätte das Wachstum laut dem Unternehmen bei 5,2 Prozent gelegen.

Im dritten Quartal beschleunigte sich das organische Wachstum auf 4,6 Prozent, nachdem es im zweiten Quartal noch 2,9 Prozent betragen hatte. Zugleich trugen laut Avolta neue Geschäftsaktivitäten zunehmend zum Umsatz bei.

Margendruck lässt nach
Auch bei der Profitabilität machten sich die Belastungen durch den Iran-Krieg und die Anlaufkosten neuer Standorte weiterhin bemerkbar. Allerdings schwächte sich der Margendruck im dritten Quartal ab.

Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 11,6 Prozent und damit noch rund 40 Basispunkte unter dem Vorjahr. Im zweiten Quartal hatte der Rückstand noch 60 Basispunkte betragen.

Wie stark die Belastungen ins Gewicht fallen, zeigt ein Blick auf die ersten neun Monate. Ohne die Auswirkungen des Iran-Kriegs und die Anlaufkosten neuer Geschäftsaktivitäten wäre die Marge laut Avolta um 20 Basispunkte auf 10,4 Prozent gestiegen. Tatsächlich sank sie jedoch um 20 Basispunkte auf 10,0 Prozent.

Zu den neuen Standorten gehören insbesondere die Flughäfen Shanghai-Pudong und New York JFK. Dort hatten unter anderem Bauverzögerungen und der Aufbau neuer Geschäftsabläufe den Betrieb beeinträchtigt.

Nach Angaben des Unternehmens kommen die neuen Standorte zunehmend auf Touren. Gleichzeitig zeigen Massnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und der Cashflow-Generierung Wirkung.

Mittelfristziele trotz Gegenwind bestätigt
Auch zu Beginn des Schlussquartals setzte Avolta sein Wachstum fort, wenn auch mit etwas geringerem Tempo. Im Oktober lag das organische Umsatzwachstum nach vorläufigen Zahlen bei rund 4 Prozent. Nach Angaben des Unternehmens entwickelte sich das Geschäft dabei in allen Regionen weiterhin gut.

Trotz der anhaltenden Belastungen hält Avolta an seinen Mittelfristzielen bis 2027 fest. Die bereits 2022 lancierte Strategie «Destination 2027» sieht ein durchschnittliches jährliches organisches Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent und eine jährliche Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um 20 bis 40 Basispunkte vor.

In den vergangenen beiden Jahren lag Avolta damit auf Kurs. Das organische Wachstum erreichte 2024 insgesamt 6,3 Prozent und 2025 noch 5,5 Prozent. In den ersten neun Monaten 2026 fiel das Wachstum hingegen schwächer aus, während die Marge gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar zurückging. (awp/mc/pg)

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