Axpo verzichtet auf Bau eines Holzkraftwerks im Thurgau

Heinz Karrer

Axpo-CEO Heinz Karrer.

Bischofszell TG – Der Energiekonzern Axpo verzichtet auf den Bau eines geplanten Holzkraftwerks im thurgauischen Bischofszell, wie er am Mittwoch mitteilte. Das Projekt sei am Widerstand der Bevölkerung gescheitert, heisst es – wie schon in Würenlingen im Kanton Aargau.

Die Axpo wollte in Bischofszell ein Holzkraftwerk bauen, mit dem 50 Gigawattstunden (GWh) Elektrizität und 110 GWh Prozessdampf für die Industrie hätten produziert werden sollen. Für das Holzkraftwerk hätte der Zonenplan der Gemeinde geändert werden müssen. Im November 2010 schickte das Stimmvolk von Bischofszell die Zonenplanänderung in einer kommunalen Abstimmung mit 1190 zu 796 Stimmen bei einer Stimmbeteiligung von 58,9% klar bachab.

Einwände bleiben bestehen
Darauf prüfte die Axpo ein angepasstes zonenkonformes Projekt. Gespräche mit Vertretern eines Quartiervereins hätten dann aber gezeigt, dass die Einwände des Quartiervereins als Hauptrepräsentant der Holzkraftwerk-Einsprecher bestehen bleiben. Jetzt hat die Axpo Holding AG das Projekt in Bischofszell beerdigt. Auch in Würenlingen scheiterte ein Holzkraftwerk-Projekt laut Axpo am Widerstand der lokalen Bevölkerung. In Kaiseraugst AG regt sich ebenfalls bereits Opposition gegen ein geplantes Axpo-Holzkraftwerk. Laut Communiqué der Axpo sind im Bauauflageverfahren gegen das Projekt 16 Einsprachen eingegangen. (awp/mc/ss)

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