Bachem steigert 2018 Umsatz und Gewinn

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(Foto: Bachem)

Bubendorf – Das Biochemie-Unternehmen Bachem hat im Geschäftsjahr 2018 Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Damit konnten im zweiten Semester die Umsatz- und Gewinneinbussen aus der ersten Jahreshälfte mehr als wettgemacht werden.

Bachem setzte im vergangenen Geschäftsjahr 282,5 Millionen Franken um, das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. In der ersten Jahreshälfte hatte Bachem einen Einbruch erlitten, da sich einige Kundenprojekte verzögert hatten. Bachem hatte aber in Aussicht gestellt, dass dafür das zweite Semester umso stärker ausfallen sollte.

Dividende auf Vorjahreshöhe
Vom Umsatz blieben 19,4 Prozent als Betriebsgewinn auf Stufe EBIT übrig. Dieser kletterte entsprechend um 8,3 Prozent auf 54,8 Millionen Franken. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 46,6 Millionen Franken, knapp 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2,75 Franken erhalten, das ist gleich viel wie im Vorjahr.

Bachem beliefert die Pharma- und Biotechnologiebranche mit Peptid-basierten Wirkstoffen. Peptide sind Ketten von bis zu rund 100 Aminosäuren. Längere Ketten werden als Proteine bezeichnet. Die kürzeren Peptide werden als spezifische Wirkstoffe in Medikamenten verwendet, zum Beispiel zur Behandlung von Krebs, Diabetes oder Fettleibigkeit.

«Erfreuliche Entwicklung» bei Wirkstoffen
Den grössten Anteil des Gruppenumsatzes erwirtschaftet Bachem mit Wirkstoffen (APIs). Deren Verkäufe hätten sich besonders erfreulich entwickelt, schrieb Bachem.

Einerseits gehören zu diesem Segment Wirkstoffe für Generika, die mit 113,7 Millionen Franken rund 40 Prozent zum Gesamtumsatz beisteuern. Sie legten 2018 um 0,7 Prozent zu. Andererseits zählen auch patentierte Substanzen (New Chemical Entities) dazu. Diese Kategorie sei für den zukünftigen Erfolg entscheidend, hielt Bachem fest. Sie habe über einen Fünftel zugelegt. Per Jahresende habe Bachen insgesamt über 150 Kundenprojekte in allen Entwicklungsphasen begleitet.

Neben den Wirkstoffen stellt Bachem auch Forschungschemikalien her. Peptide werden dabei als Forschungswerkzeuge verwendet. Diese hätten auf operativer Ebene überzeugt, wenn auch die Umsätze aufgrund von Sondereffekten um rund 11 Prozent abgenommen hätten.

Rückgang in Europa
Regional entwickelten sich die Verkäufe unterschiedlich. Nordamerika habe im letzten Jahr mit 119,1 Millionen Franken einen neuen Umsatzrekord erreicht, hiess es in der Mitteilung. Die verschiedenen Ausbauarbeiten in den letzten Jahren ermöglichten einen deutlich höheren Produktionsausstoss.

In Europa hätten sich die Umsätze aufgrund von Projektverzögerungen bei den Generika und Sondereffekten bei den Forschungschemikalien leicht rückläufig entwickelt. Sie betrugen 163,4 Millionen Franken.

In Asien will Bachem weiter ausbauen. Konkrete Zahlen nannte das Unternehmen aber nicht. Um das Geschäftswachstum im asiatischen Markt voranzutreiben hat Bachem im Sommer in Japan eine Tochtergesellschaft gegründet. Damit wird Asien neben Europa und Nordamerika zum dritten regionalen Standbein.

Auch für die Zukunft zeigt sich Bachem optimistisch. Die Auftragslage sei ausgezeichnet, hiess es im Communiqué. Für die kommenden Jahre geht das Unternehmen weiter davon aus, den Umsatz in lokalen Währungen um 6 bis 10 Prozent pro Jahr steigern zu können. Dabei stehe Gewinn- vor Umsatzwachstum. Mittelfristig peilt Bachem eine EBITDA-Marge von 30 Prozent an. 2018 kam sie bei 27,6 Prozent zu liegen. (awp/mc/pg)

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