Bauwirtschaft findet wieder Tritt

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(Foto: Pixabay)

Zürich – Nach empfindlichen Umsatzeinbussen im vergangenen Jahr steht 2016 für die Schweizer Bauwirtschaft im Zeichen der Erholung. Dies geht aus dem Bauindex der Credit Suisse und des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV) hervor.

Im laufenden Jahr entwickelt sich die Baukonjunktur deutlich besser als 2015. Letztes Jahr musste das Bauhauptgewerbe noch deutliche Umsatzeinbussen hinnehmen. Der SBV geht davon aus, dass das Bauvolumen im laufenden Jahr höher sein wird als 2015, jedoch das Niveau des Rekordjahres 2014 nicht mehr erreichen wird.

Im 3. Quartal 2016 zeigt der Bauindex mit rekordhohen 144 Punkten (+9) eine Beschleunigung seines Aufwärtstrends. Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit deutlich über dem Vorquartal (+6.7%). Das Wachstum wird vom Tief- (+3.0%), noch stärker aber vom Hochbau (+10 .6%) getragen. Ausschlaggebend für die Beschleunigung der Hochbaukonjunktur ist primär der Wohnungsbau, jedoch hat sich auch der Wirtschaftsbau deutlich erholt. Allmählich dürfte sich auch bei den Umsätzen der Unternehmen des Ausbaugewerbes eine Bodenbildung einstellen.

Das Wiedererstarken des Hochbaus dürfte zu einem wesentlichen Teil eine Folge der Negativzinspolitik sein. Diese hat trotz der eher negativen Entwicklung der Nachfrage nach Wohnungen und Büroflächen zu einer höheren Attraktivität von Immobilien als Anlageklasse geführt. Gut 18 Monate nach dem unerwarteten Zinsschritt der Schweizerischen Nationalbank werden zurzeit viele Projekte realisiert, die unter dem Einfluss der Negativzinsen entstanden oder vorgezogen wurden. Auf hohem Niveau stabile Baugesuche deuten darauf hin, dass kaum mit einer raschen Trendwende gerechnet werden muss. Mittelfristig hat sich das Risiko einer unsanften Landung des Hochbaus aber erhöht. (mc/pg)

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