Bobst erwartet für 2015 stabile Umsatzentwicklung

Jean-Pascal Bobst

Bobst-CEO Jean-Pascal Bobst. (Foto: Bobst)

Bex – Der Verpackungsmaschinenhersteller Bobst geht für das Geschäftsjahr 2015 beim Umsatz von einer stagnierenden Entwicklung aus. Die Prognose für den Umsatz im laufenden Jahr liegt zwischen 1,25 und 1,33 Mrd CHF, wie den Präsentationsunterlagen zum jährlichen Analystentag vom Mittwoch in Zürich zu entnehmen ist. Dabei impliziert Bobst sowohl für das organische wie auch für das akquisitorische Wachstum eine Seitwärtsentwicklung und geht von einem neutralen Einfluss der Währungen aus. Auch für den operativen Gewinn geht das Unternehmen von einem in etwas gehaltenen Wert aus.

Für die Business Unit Sheet Fed sieht Bobst im Geschäftsfeld Faltkarton Überkapazitäten in den reifen Märkten und gute Chancen in den Wachstumsmärkten sowie steigenden Preisdruck. Im Bereich Wellkarton dürfte sich das Investitionsklima in den reifen Märkten gemäss der Prognose auf einem guten Niveau bewegen, während für die BRIC-Staaten eine schwierigere Situation erwartet wird. Die Nachfrage bleibe nach hohen Investitionen in den vergangenen zwei Jahren vorhanden, eine gewisse Verlangsamung dürfte sich aber einstellen.

Für die Business Unit Web Fed geht Bobst nach einer starken Nachfrage aus dem Tabakbereich in den Jahren 2012 und 2013 von einer Verlangsamung im laufenden und kommenden Jahr aus. Im Geschäftsfeld Flexible Verpackungen sieht das Unternehmen die komplexen Maschinen unter Druck und verspürt einen Trend hin zu einfacheren Maschinen.

In der Business Unit Services will Bobst in den kommenden beiden Jahren neue Kernprozesse lancieren.

Umsatz 2014 zwischen 1,29 und 1,31 Mrd CHF erwartet
Für das auslaufende Geschäftsjahr 2014 prognostiziert Bobst einen Umsatz zwischen 1,29 und 1,31 Mrd CHF, was in etwa den im August gemachten Prognosen eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr (1,35 Mrd CHF) entspricht. Der Konsolidierungseffekt fiel dabei neutral aus, während der Umsatz einerseits organisch zurückging und andererseits aber auch von der Währungsentwicklung belastet wurde.

Für den operativen und den Reingewinn stellt Bobst einen höheren publizierten Wert in Aussicht als 2013, auch dies war angekündigt. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Sondereffekte wird gemäss den Unterlagen aber lediglich eine Seitwärtsbewegung erwartet.

Der Auftragsbestand dürfte gemäss den Erwartungen Ende 2014 unter dem Stand von Ende 2013 liegen, dies vor allem wegen der Business Unit Web Fed, wogegen die Unit Sheet Fed über einen vergleichbaren Auftragsbestand verfügt. Den Arbeitsvorrat aus dem Auftragsbestand beziffert Bobst auf rund 4,5 Monate.

Langfristziele erhöht
Die Langfristziele hat Bobst mit der heutigen Präsentation erhöht. Neu wird ein Umsatz im Bereich zwischen 1,4 und 1,5 Mrd CHF angestrebt. Die bisherige Zielsetzung lag bei 1,3 bis 1,4 Mrd CHF, was in den vergangenen Jahren allerdings bereits mehr oder weniger erreicht wurde.

Das Ziel für die EBIT-Marge wird auf mindestens 8% von bisher mindestens 7% heraufgesetzt und das Ziel für die Kapitalrendite ROCE auf mindestens 15% von bisher 9 bis 12%. Unverändert strebt das Unternehmen eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50% an. (awp/mc/ps)

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