Bossard 2011: Umsatz übertrifft Erwartungen

David Dean
David Dean, ehemaliger CEO Bossard Gruppe.

Bossard-CEO David Dean.

Zug – Die Bossard Gruppe hat im Gesamtjahr 2011 die Umsatz-Prognosen der Analysten übertroffen und auch die eigenen Erwartungen geschlagen. Als Folge des höheren Umsatzes werde auch der Gewinn im Gesamtjahr höher ausfallen als die zuvor erwarteten 40 Mio CHF, wie der Schraubenhandels- und Logistikkonzern mitteilte. Während Amerika im 4. Quartal in Lokalwährung nach wie vor einen zweistelligen Zuwachs auswies, stagnierte das Umsatzwachstum in Europa und Asien.

Im Gesamtjahr sank der Umsatz in Schweizer Franken gerechnet um 0,9% auf 473,4 Mio CHF. In Lokalwährungen ergab sich ein Plus von 9,0%. Das Unternehmen selbst hatte bislang mit einem Wert von 460 Mio CHF gerechnet, während sich die Analystenerwartungen gemessen am AWP-Konsens auf 468 Mio CHF beliefen.

Seriöse Einschätzung für 2012 kaum möglich
Bossard-CFO Stephan Zehnder zeigte sich mit den Zahlen zufrieden. Das Geschäft verlaufe insgesamt stabil und teilweise auch besser als erwartet, sagte er gegenüber AWP. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei jedoch eine seriöse Einschätzung für 2012 kaum möglich. Insgesamt seien Aussagen zur zukünftigen Entwicklung in der aktuellen wirtschaftlichen Situation deutlich schwieriger geworden. Die Sichtweite habe sich auf zwei bis drei Monate reduziert, so Zehnder weiter. Eine erste Guidance für 2012 will das Unternehmen bei der Bilanzpräsentation am 7. März geben.

Frankenstärke beeinflusst Marktumfeld
Das Marktumfeld in Europa wurde durch den starken Franken beeinflusst. Für das gesamte Geschäftsjahr 2011 betrug der Umsatz in Europa 268,1 Mio CHF, womit er in Lokalwährung um 8,3% und in Schweizer Franken um 2,6% zunahm. In den USA betrug das Plus 13,7% auf 124,5 Mio CHF in Lokalwährung. In Schweizer Franken ergab sich ein Rückgang um 3,3%.

In Asien wurde ein Umsatz von 80,8 Mio CHF erzielt, wobei sich in Lokalwährung ein Anstieg um 4,6% ergibt, während in Franken ein Minus von 7,7% resultiert.

4. Quartal: Wachstum in Amerika
Mit den Zahlen zum 4. Quartal ergibt sich nach Regionen betrachtet ein differenzierteres Bild. In Europa schwächte sich das Geschäft auch in Lokalwährung leicht um 0,7% ab, während in Amerika weiter ein Anstieg um deutliche 10,7% verzeichnet wurde. In Asien setzte sich der deutliche Umsatzrückgang aus dem 3. Quartal nicht fort und das Minus fiel in Lokalwährung gerechnet mit 0,5% auf 19,8 Mio CHF deutlich moderater aus. Im Vorquartal sank der Umsatz hier um 7,2%.

Den deutlichen Rückgang in Asien im 3. Quartal erklärt CFO Zehnder mit dem überdurchschnittlichem Ergebnis im Vorjahr. Insgesamt verlaufe das Geschäft hier wenig verändert, wobei die Nachfrage von Seiten der Elektroindustrie stütze. Die Erholung in den USA bewertete er positiv. Ob diese nachhaltig sei, werde sich jedoch erst weisen, so der Bossard-CFO. (awp/mc/pg)

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