Bossard wächst im Jahr 2018 stark

David Dean
Bossard-CEO David Dean. (Foto: Bossard)

Zug – Das Jahr 2018 geht für Bossard als ein weiteres Wachstumsjahr in die Unternehmensgeschichte ein. Der auf industrielle Verbindungs- und Montagetechnik spezialisierten Gruppe gelang es erneut, in allen Geschäftsregionen kräftig zuzulegen. Eine nachlassende Dynamik war im Schlussquartal allerdings in Europa zu sehen.

Im Berichtsjahr steigerte Bossard den Gruppenumsatz um 11 Prozent auf 871,1 Millionen Franken zweistellig. In Lokalwährungen resultierte ein Plus von 9,3 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Verkäufe währungsbereinigt um deutliche 12 Prozent zugenommen.

Mit den jüngsten Zahlen erfüllen die Zuger die zuletzt etwas reduzierten Erwartungen und auch jene der Analysten. Mitte Oktober hatte Bossard einen Umsatz in Höhe von 865 Millionen Franken in Aussicht gestellt, nachdem man davor gar noch von 880 Millionen ausgegangen war. Analysten erwarteten zuletzt im Durchschnitt einen Wert von 867 Millionen.

Starkes Amerikageschäft
Zum Wachstum hätten alle Marktregionen einen Beitrag geleistet, hiess es zum Geschäftsgang. Im vierten Quartal entwickelte sich das Geschäft in Amerika (+14% in LW) und im asiatischen Raum (+13,5%) über Erwarten gut mit zweistelligen Zuwachsraten.

In Amerika hatte unter anderem die Kooperation mit dem Elektrofahrzeughersteller Tesla die Nachfrage im zweiten Halbjahr belebt, welcher den Produktionsausstoss seiner dritten Modellreihe deutlich erhöht hat. Derweil profitiert Bossard in Asien bei nachlassendem Markttrend gemäss eigenen Angaben von der Aufbauarbeit der vergangenen Jahre.

Wachstumsverlangsamung in Europa
In Europa, der grössten Marktregion von Bossard, bestätigte sich hingegen die Verlangsamung der Nachfragedynamik. Man habe das konjunkturell anspruchsvollere Klima zu spüren bekommen, so die Mitteilung. Der Umsatz nahm in Europa im Schlussquartal währungsbereinigt aber noch immer um 4,9 Prozent zu.

Auf Gruppenebene steigerte Bossard die Verkäufe im vierten Quartal um 8,8 Prozent auf 212,1 Millionen Franken. Im dritten Quartal lag das Plus bei 9,3 Prozent und im zweiten Jahresviertel gar bei 13 Prozent.

Zum Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019 werden in der Mitteilung keine Angaben gemacht. Dazu gibt Bossard am 6. März näher Auskunft. Dann werden auch die Ergebnisse zum abgelaufenen Jahr vorgelegt.

Börse applaudiert
An der Börse wurde das leicht über den Erwartungen liegende Wachstum von Bossard mit steigenden Kursen belohnt. Die Aktie rückte bis Börsenschluss 3,2 Prozent auf 158,60 Franken vor. Seit Jahresbeginn haben die Titel somit die deutlichen Verluste des Dezembers beinahe aufgeholt.

Vor allem in der Region Asien ist Bossard 2018 zur Überraschung vieler Analysten weiterhin sehr stark gewachsen. Und auch das Amerika-Geschäft entwickle sich dank den Tesla-Aufträgen stark, fügte ZKB-Analyst Armin Rechberger an.

Doch nun gelte es abzuwarten, wie sich die Auftragslage im ersten Quartal des neuen Jahres präsentiert, heisst es bei BaaderHelvea. Denn diese Periode sei insbesondere für das europäische Geschäft ein guter Indikator, da die Kunden in dieser Zeit ihre Lager aufstocken würden. In Amerika sei derweil weiterhin mit einer guten Nachfrage zu rechnen. (awp/mc/pg)

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