Bystronic mit deutlichem Umsatzrückgang im ersten Quartal
Zürich – Bystronic hat im ersten Quartal 2025 deutlich weniger umgesetzt als im Jahr zuvor. Die auf Maschinen zur Blechbearbeitung spezialisierte Firma hat gleichzeitig auch nicht mehr so viele Aufträge erhalten. Dennoch wird für das Gesamtjahr ein höherer Umsatz prognostiziert.
Der Umsatz reduzierte sich um gut 15 Prozent auf 128,0 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Dabei haben sich die Währungseffekte negativ ausgewirkt. Zu konstanten Währungskursen ist der Umsatz um 9,0 Prozent etwas moderater zurückgegangen. Andererseits sind im Umsatz auch bereits 11,7 Millionen durch die nach einer Akquisition neu gebildete Einheit Bystronic Rofin enthalten.
Den Umsatzrückgang begründet Bystronic insbesondere mit der Verschiebung des Produktmix hin zu vollautomatisierten Systemen, was zu längeren Durchlaufzeiten und damit zu einer verzögerten Umsatzrealisierung führe. Aufgrund der anhaltenden sowie auch der neuen geopolitischen Unsicherheiten seien die Kunden aber in allen Regionen bei ihren Investitionsentscheiden auch weiterhin zurückhaltend geblieben.
Die Integration der neuen Business Unit Bystronic Rofin verlaufe indes planmässig. So sei die kundenseitige Integration weitgehend abgeschlossen, während die interne Integration gut voranschreite.
Auftragseingang stabiler
Etwas besser präsentiert sich die Situation beim Auftragseingang. Dieser lag mit 148,0 Millionen Franken lediglich 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ohne die negativen Währungseffekte resultiert hier gar ein Plus von 2,9 Prozent. Positiv hat sich hier laut Bystronic insbesondere die Nachfrage nach Automatisierungslösungen entwickelt.
Entsprechend lag der Auftragsbestand zum Quartalsende mit gut 290 Millionen Franken klar über dem Niveau von Ende 2025 (244 Mio).
Im Vergleich zu den Schätzungen der Analysten gemäss AWP-Konsens hat das Unternehmen die Erwartungen sowohl mit dem Umsatz als auch beim Bestellungseingang klar verfehlt.
Zum Ausblick heisst es, dass das Marktumfeld durch makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten geprägt bleiben dürfte. Dennoch hält Bystronic für das Gesamtjahr 2026 an der Einschätzung vom vergangenen Februar fest. Demnach sollte der Umsatz im Gesamtjahr zunehmen und es sollten sich weitere Fortschritte bei der Profitabilität ergeben. Zuletzt wurden zwei Jahre in Folge rote Zahlen geschrieben. (awp/mc/ps)