Calida erhöht Ausschüttungsquote und beschliesst Aktienrückkauf

Calida erhöht Ausschüttungsquote und beschliesst Aktienrückkauf
Calida-CEO Thomas Stöcklin. (Bild: Calida)

Sursee – Calida will die Aktionäre künftig stärker am Unternehmenserfolg beteiligen. Die angestrebte Ausschüttungsquote steigt auf 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses, nachdem sie bisher bei 20 bis 30 Prozent lag. Zudem hat der Verwaltungsrat ein Aktienrückkaufprogramm für bis zu 2 Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals beschlossen, wie die Gruppe am Montag mitteilte.

Der Rückkauf soll am 2. Oktober starten und bis spätestens Ende Juni 2027 laufen. Der Verwaltungsrat beabsichtigt, die erworbenen Namenaktien mittels Kapitalherabsetzung innerhalb des Kapitalbands zu vernichten. Zugleich will Calida in die Entwicklung der Kernmarken Calida und Aubade investieren, unter anderem in Kollektionen, Verkaufsstellen und Markenkommunikation.

Rückkauf bereits länger ein Thema
Ein Rückkauf in gleicher Grössenordnung war bereits für Anfang März vorgesehen. Calida verschob den Start zunächst wegen länger dauernder Vorbereitungen. Im Halbjahresbericht erklärte die Gruppe später, dass die Prüfung strategischer Optionen, unter anderem für Cosabella, den Start aus regulatorischen Gründen verhindert habe.

Die Kapitalverwendung war auch an der Generalversammlung im April umstritten. Der Aktionär Bernhard Signorell, der rund 3 Prozent an Calida hält, forderte einen Rückkauf von bis zu 10 Prozent des Kapitals. Der Verwaltungsrat sprach sich dagegen aus und fand damit an der Generalversammlung eine Mehrheit.

Verlust im Halbjahr
Operativ befindet sich Calida weiterhin in einer schwierigen Phase. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Umsatz um 7,9 Prozent auf 93,7 Millionen Franken und unter dem Strich resultierte ein Verlust von 0,6 Millionen Franken. Auch die Verkäufe der Kernmarken Calida und Aubade gingen zurück. Gleichzeitig kündigte Calida die Trennung von der US-Lingeriemarke Cosabella an, deren Umsatz seit der Übernahme stark geschrumpft war.

Mitte September kam eine mögliche weitere Ergebnisbelastung hinzu: Im Streit um den Verkauf der früheren Gartenmöbelsparte Lafuma Mobilier wurde Calida in Paris in erster Instanz zu rund 6,4 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Calida prüft derzeit mögliche Rechtsmittel. Die Gruppe hielt damals an der Prognose einer um eine allfällige Schadenersatzzahlung bereinigten operativen EBIT-Marge von mehr als 6 Prozent für 2026 fest. (awp/mc/ps)

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