Carlo Gavazzi verzichtet auf Gewinnausblick für Gesamtjahr

Carlo Gavazzi verzichtet auf Gewinnausblick für Gesamtjahr
(Bild: Carlo Gavazzi)

Steinhausen – Die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi verzichtet nach wie vor auf einen konkreten Ausblick auf das Ergebnis im Gesamtjahr 2019/20. Man sehe jedoch weiterhin «intakte Wachstumschancen» in wichtigen Ländern und Prioritätsmärkten.

Das aktuelle Umfeld sei gekennzeichnet durch eine abgeschwächte Produktionstätigkeit und allgemein steigende Handelsbarrieren sowie durch zunehmende Unsicherheit wegen der geopolitischen Spannungen, erklärte das Unternehmen in dem am Donnerstag publizierten Halbjahresbericht.

Die vor drei Wochen publizierten Umsatz- und Gewinnzahlen zum ersten Semester wurden bestätigt. Demnach ging der Umsatz um 0,3 Prozent auf 75,8 Millionen Franken zurück. Bereinigt um die negativen Währungseffekte wurde jedoch ein Anstieg um 3 Prozent verbucht.

Neu nennt Carlo Gavazzi die regionale Umsatzverteilung. So nahmen in Europa die Verkäufe um 5,6 Prozent zu. Die Entwicklung in den nordischen, ost- und südeuropäischen Ländern sei dank mehrerer Aktivitäten und Initiativen im Gebäudeautomationsmarkt erfolgreich gewesen, hiess es dazu. Der Europa-Umsatz machte rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes von Carlo Gavazzi aus.

Dagegen resultierten in Amerika und Asien/Pazifik Rückgange von 1,8 bzw. 2,5 Prozent. Das Minus in Nord- und Südamerika begründet das Unternehmen mit dem Rückgang der Produktion in den USA, was durch die Handelsbarrieren noch verstärkt worden sei. In Asien/Pazifik habe sich die Entwicklung der Industrieautomation verlangsamt.

Prioritätsmärkte wachsen schneller
Überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete Carlo Gavazzi in den Prioritätsmärkten, wobei die Bereiche Energie, Heizung, Lüftung und Air Conditioning (HVAC) oder Smart Building gar zweistellig zulegten.

Der Auftragseingang entwickelte sich nicht ganz so gut wie der Umsatz. Er blieb in Lokalwährungen stabil, in Schweizer Franken ergab sich jedoch ein Minus von 3,7 Prozent auf ebenfalls 75,8 Millionen Franken.

Deutlich schwächer als im Vorjahr fielen die Gewinnziffern aus. Der operative Gewinn (EBIT) nahm um über 18 Prozent auf 5,3 Millionen Franken ab und der Reingewinn um mehr als 28 Prozent auf 3,3 Millionen. Beeinflusst worden sei das Ergebnis von Sondereffekten wie dem stärkeren Franken oder dem neuen Rechnungslegungsstandard IFRS 16 zur Kapitalisierung von Leasingverträgen und Investitionen in IT-Systeme. (awp/mc/ps)

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