Chinas Premier Li Keqiang zu Besuch in der Schweiz eingetroffen

Li Keqiang

Li Keqiang, chinesischer Ministerpräsident.

Bern – Chinas Premierminister Li Keqiang ist am Donnerstagabend zu einem zweitägigen offiziellen Besuch in der Schweiz eingetroffen. Aussenminister Didier Burkhalter empfing Li am Flughafen in Zürich, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Burkhalter habe den chinesischen Premierminister mit den Worten «nin hao» («guten Abend») begrüsst, heisst es in der EDA-Mitteilung vom späten Abend. Die Schweiz heisse Li willkommen, habe Burkhalter weiter gesagt.

Für den heutigen Freitag stehen Treffen Lis und seiner Delegation mit Aussenminister Burkhalter, Bundespräsident Ueli Maurer und Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann auf dem Programm. Zusammen mit Schneider-Ammann werde Li eine Absichtserklärung (Memorandum) zu einem Freihandelsabkommen unterzeichnen, schreibt das EDA.

Li sieht Freihandelsabkommen mit der Schweiz unter Dach
In einem Gastbeitrag in der «Neuen Zürcher Zeitung» hatte Li geschrieben, das Freihandelsabkommen mit der Schweiz sei nach drei Jahren Verhandlungen unter Dach. Mit diesem Schritt werde die Schweiz das erste kontinentaleuropäische Land sowie die erste der 20 grössten Volkswirtschaften der Welt, die ein Freihandelsabkommen von aussergewöhnlicher Bedeutung mit China abgeschlossen habe.

Besuch in Bern noch vor Berlin
Auch über andere bilaterale und internationale Themen wollen sich die Minister bei ihren Treffen unterhalten, wie das EDA schreibt. Gesprächsthema werde unter anderem die Situation auf der koreanischen Halbinsel und im Nahen Osten sein. Li wird von Aussenminister Wang Yi, von Handelsminister Gao Hucheng und vom Chef der Entwicklungs- und Reformkommission Xu Shaoshi begleitet. Er besucht zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt im März Europa. Nach seinem Halt in Bern reist er nach Berlin weiter. (awp/mc/ps)

 

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