Comet 2011: Reingewinn steigt um 35%

Robert Fehlmann
Ronald Fehlmann, ehemaliger CEO Comet Gruppe.

Comet-CEO Robert Fehlmann.

Flamatt – Die Comet-Gruppe hat im 2011 unter dem Strich deutlich mehr verdient als im Vorjahr, auch wenn die Margen leicht rückläufig waren. Den Aktionären wird denn auch die Ausschüttung einer erhöhten Dividende von 4 CHF vorgeschlagen. Im 2012 erwartet die Gruppe nach wie vor eine herausforderndes Umfeld.

Die Steigerung des Reingewinns um 35% auf 10,1 Mio CHF sei durch ein deutlich verbessertes Finanzergebnis sowie tiefere Steuern begünstigt, teilt der Hersteller von Röntgenmodulen und Vakuumkondensatoren am Donnerstag mit. Der Gewinn je Aktie stieg auf 13,22 CHF von 9,89 CHF im Vorjahr an.

Margen leicht rückläufig – Eigenkapitalquote steigt

Die EBIT-Marge von 6,8% und die EBITDA-Marge von 12,6% lagen nur leicht hinter dem Vorjahr zurück. Die negativen Wechselkurseffekte hätten durch die Konzentration auf margenstarke Marktsegmente und Kostendisziplin grösstenteils abgefedert werden können, so die Meldung. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit wuchs auf 28,2 Mio CHF von 19,2 Mio CHF an. Derweil ging die Bilanzsumme um 3% auf 208,4 Mio CHF zurück, die Eigenkapitalquote stieg dagegen um 5,2 Prozentpunkte auf 57,2% an. Den Aktionären wird eine erhöhte Dividende von 4 CHF nach 3,50 CHF im 2010 vorgeschlagen. Die Ausschüttung soll wie im Vorjahr aus Kapitaleinlagen vorgenommen werden.

Ausserdem teilte der Konzern mit, dass Gian-Luca Bona neu zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wird. Mit ihm soll die Kompetenz im Bereich Technologiemanagement verstärkt werden, wie es heisst.

Starker Franken bremst Umsatzwachstum
Bereits im Februar hatte Comet einen Umsatz von 217 Mio CHF auf Vorjahresniveau bekannt gegeben. Währungsbereinigt stieg der Umsatz im 2011 um 12% an. Zum diesem Wachstum hätten beide Divisionen und alle Regionen ausser Nordamerika beigetragen. Nach wie vor den grössten Anteil am Gruppenumsatz erwirtschaftet Comet in Asien (38%). Dank dem starken Wachstum im Systemgeschäft stieg der Anteil in Europa auf 31% von 24% im Vorjahr an. In Nordamerika habe sich der Wettbewerb infolge der Währungssituation dagegen verschärft, was zu einem Rückgang des Umsatzanteils in Schweizer Franken auf 28% geführt habe (2010: 36%).

Starkes Wachstum im Systemgeschäft
In der Division Systems wuchs der Umsatz um 8,5% auf 115,2 Mio CHF, in lokalen Währungen waren es gar 23%. Neben der guten Nachfrage in den Segmenten Automobil und Elektronik vor allem in Europa und Asien, habe die Division auch von neuen Software- und Produktfeatures sowie der Steigerung des Service-Geschäfts profitiert. Der EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr auf 6,9 Mio CHF fast verdoppelt werden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 6,0% von 3,3%.

In der Division Modules & Components ging der Umsatz um 8,8% auf 119,1 Mio CHF zurück. Neben dem starken Schweizer Franken habe sich auch die im zweiten Halbjahr 2011 abgeschwächte Nachfrage aus dem Halbleiter- und dem Sicherheitsmarkt auf den Umsatz gedrückt. Währungsbereinigt resultierte in dieser Division ein Wachstum von 2,2%.

Ausblick bestätigt
Für das Jahr 2012 bestätigte Comet die im Februar abgegebene Prognose. Die Unternehmensführung erwartet – unter der Annahme einer stabilen Entwicklung der Währungsverhältnisse – einen Umsatz sowie ein operatives Ergebnis auf Stufe EBITDA im Rahmen des Geschäftsjahres 2011. Dabei geht die Gruppe davon aus, dass das erste Halbjahr 2012 im Vergleich zum starken ersten Halbjahr 2011 deutlich schwächer ausfallen wird. (awp/mc/upd/ps)

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