Dottikon ES bleibt auf Wachstumskurs

Markus Blocher
Dottikon ES-Konzernchef Markus Blocher. (Foto: Dottikon ES)

Dottikon – Das Aargauer Spezialitäten-Chemieunternehmen Dottikon ES hat im Geschäftsjahr 2017/18 Umsatz und Gewinn erneut gesteigert. Mit seiner Positionierung vorab im Pharmamarkt rechnet das Unternehmen von Markus Blocher mit einem mittelfristig erneut anziehenden Wachstum. Um die geplanten Investitionen zu finanzieren, wird die Ausgabe einer Anleihe geprüft.

Der Nettoumsatz stieg in dem per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um 4,3 Prozent auf 158,2 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Donnerstag mittteilte. Dabei erhöhte es die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 10,6 Prozent. Diese machten im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 10 Prozent des Umsatzes aus.

Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank wegen steigender Material- und Personalaufwendungen um 2,6 Prozent auf 47,3 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte aber ein knapp 17 Prozent höherer Reingewinn von 25,9 Millionen. Dies nach tieferen Abschreibungen und Amortisationen auf den Anlagen.

Keine Dividende wegen Investitionen
Eine Dividende für die Aktionäre wird es aber – wie immer in den letzten Jahren – nicht geben. Das Geld wird in der eigenen Kasse behalten. Denn weil mittelfristig weiteres Wachstum erwartet wird, werden bei Dottikon ES im laufenden Jahr die Investitionen in neue Anlagen stark steigen.

Bereits im Berichtsjahr hatte Dottikon die Investitionen in zusätzliche Entwicklungs- und Produktionskapazitäten um 14 Prozent auf 40,5 Millionen Franken erhöht. Um die geplanten Ausgaben zu stemmen, prüft das Unternehmen auch externe Finanzierungsoptionen. Konkret wird die Ausgabe einer Unternehmensanleihe genannt.

Das laufende Geschäftsjahr 2018/19 werde aber erst noch ein «Jahr der Festigung», so das Communiqué weiter. Man rechne mit einem Nettoumsatz in der Grössenordnung des Vorjahres mit einem schwächeren ersten Semester als im Vorjahr.

Dottikon hat damit die schwierigen Jahre nach der Finanzkrise endgültig hinter sich gelassen. Seinerzeit strichen die Pharmabranche und Regierungen weltweit ihre Forschungsbudgets zusammen, während gleichzeitig bei Dottikon mehrere grosse Aufträge ausliefen.

In der Folge sank der Umsatz um beinahe die Hälfte und das Unternehmen schrieb von 2010/11 bis 2013/14 vier Jahre in Folge einen Verlust. (awp/mc/ps)

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