Dufry leidet auch im dritten Quartal unter Corona-Pandemie

Dufry
(Foto: Dufry)

Basel – Der Reisedetaihändler Dufry hat im dritten Quartal stark unter der Coronakrise gelitten. So brachen die Geschäfte auch zwischen Juli und September organisch um rund 80 Prozent ein.

In den ersten neun Monaten 2020 sanken die Verkäufe um 65 Prozent auf 2,07 Milliarden Franken, wie Dufry am Dienstag mitteilte. Organisch lag das das Minus bis Ende September bei 68 Prozent. Die Erwartungen der Analysten wurden mit den publizierten Zahlen leicht unterschritten.

Umsatzkapazität von 70 Prozent offen
Eine konkrete Guidance für das laufende Jahr gibt das Unternehmen angesichts der laufenden Corona-Krise weiterhin nicht ab. Bis zum 25. Oktober seien aber die Umsätze abermals um 76 Prozent zurückgegangen, schreibt Dufry. Aktuell seien rund 1’350 der 2’400 Shops geöffnet, was einer theoretischen Umsatzkapazität von 70 Prozent entspreche.

Dank einer im Oktober durchgeführten Kapitalerhöhung und den ergriffenen Finanzierungsmassnahmen sieht sich Dufry in der Lage, die Durststrecke meistern zu können. Den Cash-Bestand per Ende September beziffert dass Unternehmen auf 2,06 Milliarden Franken. Von Juli bis September seien 51 Millionen abgeflossen.

Bestätigt wurde auch die bereits im Frühjahr vermeldete Plan, die Kostenbasis im laufenden Jahr um 1 Milliarde Franken senken zu wollen. Rund 400 Millionen davon seien struktureller Natur und würden auch 2021 wirksam, heisst es. (awp/mc/ps)

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