Dufry mit Umsatz- und Ergebnissprung nach neun Monaten

Julían Díaz
Dufry-CEO Julían Díaz.

Dufry-CEO Julían Díaz.

Der Reisedetailhändler Dufry hat in den ersten neun Monaten 2012 sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis kräftig gesteigert. Zum Umsatzwachstum trugen Akquisitionen den Löwenanteil bei und auch die Währungsentwicklung sorgte für Rückenwind. Aber auch organisch legte Dufry zu und verbesserte zudem die Profitabilität. Der globale Trend bleibe intakt, auch wenn es weiter regionale Unterschiede gebe.

Der Umsatz stieg um 26% auf 2,36 Mrd CHF, Akquisitionen machten hiervon knapp 15 Prozentpunkte aus. Der Bruttogewinn lag mit 1,39 Mrd um 28% über dem Vorjahreswert, was einer leicht besseren Bruttomarge von 58,8 (58,0)% entspricht. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um 41% auf 360,2 Mio. Unterm Strich verblieb ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 116,2 Mio und damit 47% mehr als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Montag mit. «Unsere globale Diversifikation war der Schlüssel, die Profitabilität nicht nur zu halten, sondern zu verbessern», wird CEO Julian Diaz zitiert.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Dufry die Markterwartungen auf den Punkt getroffen, beim Reingewinn sogar leicht übertroffen.

Alle Regionen mit Wachstum
In den einzelnen Regionen wurde durchgehend Wachstum erzielt, besonders stark entwickelte sich das Geschäft in der Region America I mit den neuen Aktivitäten in Argentinien, Uruguay und Ecuador. Hier stieg der Umsatz um 78% auf 576 Mio CHF. Allein die neuen Aktivitäten trugen hierzu 66 Prozentpunkte bei. In Mexiko wurde das Geschäft durch neue Fluglinien und Destinationen unterstützt. Argentinien und Uruguay waren derweil von der Insolvenz der Fluglinie Pluna Anfang Juli betroffen.

Leichte Schwäche in Brasilien
Die Region America II mit Brasilien, dem Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, schwächelte hingegen etwas und erzielte nur ein kleines Wachstum von knapp 3% auf 548 Mio CHF. Die Wirtschaftsabschwächung in Brasilien sowie die Abwertung des Real gegenüber dem US-Dollar seien die Hauptgründe. Neben striktem Kostenmanagement habe Marketing geholfen, die Auswirkungen auf die Profitabilität zu begrenzen.

In der Region EMEA & Asien erzielte Dufry ein Umsatzplus von 22% auf 593 Mio CHF. Das Wachstum wurde insbesondere durch die starke Entwicklung in Nordafrika sowie Russland getrieben. Hingegen belastete die Schliessung des Geschäfts in Singapur.

In den USA & Kanada wurde mit 614 Mio CHF rund 18% mehr Umsatz erzielt. Kontinuierliche Anpassungen im Sortiment und die Einführung neuer Produkte und Partnerschaften – wie mit Dunkin Donuts – sorgten für das solide Wachstum.

Ausblick: Kurzfristig keine grösseren Veränderungen erwartet
Beim Ausblick zeigte sich Dufry gewohnt vage und gab keine konkreten Prognosen ab. Die Passagierzahlen dürften in den kommenden Jahren weiter steigen und es werde für Dufry Chancen geben, die man nutzen wolle. Die Strategie, organisches Wachstum mit Akquisitionen und Neugeschäft zu kombinieren, soll weitergeführt werden. Die Entwicklung des Geschäfts dürfte sich wie zuletzt fortsetzen, kurzfristig würden keine grösseren Veränderungen erwartet. (awp/mc/upd/ps)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.