Dufry schliesst Hudson-Börsengang in New York ab

Julian Diaz
Dufry-CEO Julian Diaz. (Foto: Dufry)

Zürich – Der Reisedetailhändler Dufry hat den Börsengang seiner US-Tochter Hudson abgeschlossen. Die Titel mit dem Handelssymbol «HUD» werden seit dem 1. Februar an der New York Stock Exchange gehandelt, der Ausgabepreis war 19 US-Dollar. Alle rund 39,4 Mio Klasse-A-Aktien seien bis zum 5. Februar verkauft worden, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die Kursentwicklung der neuen Aktie könnte indes besser sein – der IPO landete mitten im aktuellen Börsencrash mit massiven Verlusten, die von den US-Börsen nun auch auf Asien und Europa überschwappen. Waren die Hudson-Titel mit 19 USD bereits am unteren Ende der Preisspanne von 19-21 USD an den Start gegangen, stehen sie derzeit (Schlusskurs Montag, NYSE) noch auf 17,36 USD und damit 8,6% unter Ausgabekurs. Auch an Dufry geht die Marktkorrektur nicht vorbei. Die Titel geben einen Tag nach Ausstieg des Grossaktionärs Paul Singer weiter nach und fallen am Dienstag mit dem sehr schwachen Markt kurz nach Handelsstart um 2,7% auf 135,80 CHF.

Mehrheit bleibt bei Dufry
Zudem hat Dufry den Konsortialbanken eine 30-Tage-Option auf den Kauf weiterer 5,9 Mio Aktien zugesichert. Wie bereits bekannt, will Dufry die Mehrheit an Hudson behalten. Der Wert der ausgegebenen Aktien beträgt damit 861 Mio USD. Zusammen mit den bei Dufry verbleibenden Aktien (Class B) ergibt sich ein Gesamtwert von Hudson von 1,76 Mrd USD.

Dufry hatte das US-Unternehmen Hudson im Jahr 2008 übernommen und zum Halbjahr 2017 einen möglichen Börsengang des nordamerikanischen Geschäfts angekündigt. Das Unternehmen verspricht sich gemäss den Angaben von damals eine höhere finanzielle Flexibilität sowie die Möglichkeit, diesen Markt gezielt zu bearbeiten und Wachstumschancen wahrzunehmen. (awp/mc/ps)

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