Dufry wächst in schnellerem Tempo

Dufry wächst in schnellerem Tempo
Dufry-CEO Julian Diaz. (Foto: Dufry)

Basel – Der Reisedetailhändler Dufry nimmt weiter an Fahrt auf. In den ersten neun Monaten 2019 legte der Umsatz zu, wobei sich das organische Wachstum im Jahresverlauf stetig beschleunigte. An der Börse werden die Neugikeiten sehr gut aufgenommen.

Der Umsatz stieg in der Periode von Januar bis September um 1,8 Prozent auf 6,68 Milliarden Franken. Organisch entspricht dies einem Plus von 2,9 Prozent, wie Dufry am Dienstag mitteilte. Damit beschleunigte sich das Wachstum auf Quartalsbasis im dritten Jahresviertel auf +4,1 Prozent nach +2,3 Prozent im zweiten und +2,0 Prozent im ersten.

Profitiert hat der Reisedetailhändler von einer guten Entwicklung während der Ferienzeit in den Sommermonaten. Nachdem zum Halbjahr das organische Wachstum ausschliesslich von neuen Konzessionen stammte, resultierte im dritten Quartal auch flächenbereinigt (Like-for-like) ein Zuwachs.

Asien-Pazifik und Naher Osten wächst kräftig
In drei von vier Regionen konnte Dufry den Ertrag seit Anfang Jahr steigern. In der grössten Region Europa und Afrika stieg der Umsatz organisch um 5,3 Prozent auf 2,93 Milliarden Franken an. In der gleichen Periode verzeichnete Nordamerika ein organisches Wachstum von 2,1 Prozent auf 1,47 Milliarden.

Am dynamischsten entwickelte sich die kleinste Region Asien-Pazifik und Naher Osten. Dort erhöhte sich der Umsatz organisch um 13,4 Prozent auf 957 Millionen, was der Reisedetailhändler hauptsächlich auf neue Konzessionen zurückführt.

Das Sorgenkind bleibt weiterhin die Region Lateinamerika, wo Dufry aus organischer Sicht in den ersten neun Monaten um 8,4 Prozent schrumpfte. Speziell in Brasilien und Argentinien sei die Situation aufgrund der Entwertung der Währungen weiterhin angespannt, schreibt das Unternehmen dazu. Auch dank einer einfacheren Vergleichsbasis habe sich der Rückgang im dritten Quartal aber verlangsamt.

Höhere Bruttomarge
Bei der Profitabilität wird der Vorjahresvergleich durch die Umstellung auf IFRS 16 erschwert. Der Bruttogewinn erreichte nach neun Monaten 4,03 Milliarden Franken, bei einer um 40 Basispunkte verbesserten Marge von 60,3 Prozent. Der bereinigte operative Gewinn auf Stufe EBIT lag bei 634 Millionen Franken und unter dem Strich resultierte ein Gewinn nach Minderheiten von 29,4 Millionen Franken.

Weit besser sind laut Dufry die Geldfluss-Zahlen mit dem Vorjahr vergleichbar. Der adjustierte operative Cash Flow erreichte 805 Millionen Franken nach 762 Millionen im Vorjahr und der frei verfügbare Geldfluss (Equity-Free-Cashflow) ging auf 407 Millionen von 430 Millionen im Vorjahr zurück.

Mittelfrist-Ziele bestätigt
Für das Gesamtjahr zeigt sich Dufry zuversichtlich. In den ersten drei Wochen des Monats Oktober hätten sich die positiven Trends beim organischen Wachstum mit einem Plus von rund 3 Prozent fortgesetzt, sagte CEOJ Julián Díaz an der Telefonkonferenz. Weiter bestätigte er auch die die Mittelfristziele, wonach das Unternehmen jährlich organisch um 3 bis 4 Prozent wachsen und dabei einen Equity-Free-Cashflow von 350 bis 400 Millionen Franken erzielen will. „Wir arbeiten hart daran, dass laufende Jahr innerhalb dieser Spanne abschliessen zu können“, so Díaz.

Ab dem kommenden Jahr stellt das Unternehmen die Finanz-Berichtserstattung um. So wird zum ersten und dritten Quartal lediglich noch ein „Trading Statement“ publiziert. Zum Halbjahr soll weiterhin das volle Zahlenset ausgewiesen werden. Grund für die Fokussierung auf das Halbjahr sei die prononcierte Volatilität bei den einzelnen Quartalen wegen IFRS 16, heisst es.

Aktie stark im Plus
Die Dufry-Aktien reagierten mit einem starken Kursanstieg auf den Zahlenkranz. Bis Börsenschluss gewannen die Aktien in einem schwächer tendierenden Gesamtmarkt knapp 7 Prozent dazu. Damit konnten sie die seit Anfang Jahr kumlierten Kursverluste beinahe wieder wettmachen.

Analysten sprechen in ersten Kommentaren von einem soliden Zahlenkranz und zeigen sich vom organischen Wachstum im dritten Quartal positiv überrascht. Allerdings wird in Expertenkreisen auch immer wieder auf die einfacher werdende Vergleichsbasis hingewiesen. Vor dem Hintergrund der Zahlen erscheine 2019 ein Ergebnis innerhalb der mittelfristigen Zielsetzung aber erreichbar, so der Tenor. (awp/mc/ps)

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