Elma mit höherem Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr

Fred Rüegg

Fred Rüegg, CEO Elma Electronics. (Foto: Elma)

Wetzikon – Die Elma-Gruppe hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2014 sowohl den Gesamtumsatz als auch das operative Ergebnis gegenüber der Vorjahresperiode gesteigert. Die Herstellerin von Produkten für elektronische Geräte und Installationen spricht von «soliden Ergebnissen». Allerdings blieben die Bestellungen in allen Regionen rückläufig, trotzdem will das Unternehmen auch im Gesamtjahr die Verkäufe steigern und sich operativ weiter verbessern.

Der Konzernumsatz stieg um 4,2% auf 57,9 Mio CHF, währungsbereinigt waren es +7,2%. Alle Regionen haben den Angaben zufolge die Vorjahresumsätze in Lokalwährung übertroffen, insbesondere in Grossbritannien und in den beiden asiatischen Gruppengesellschaften seien zweistellige Zuwachsraten erzielt worden. Der Bestellungseingang hingegen verzeichnete im Berichtszeitraum «angesichts der anhaltenden Investitionsschwäche in den Hauptmärkten» einen Rückgang um 12% auf 55,3 Mio, währungsbereinigt sank er noch um 9,5%.

Die Profitabilität konnte derweil verbessert werden. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA erreichte einen Wert von 2,6 Mio CHF (VJ 2,1 Mio) bzw. auf Stufe EBIT einen solchen von 1,4 Mio (VJ 0,8 Mio). Unter dem Strich verblieb ein Unternehmensgewinn von 0,7 Mio CHF, dies nach einem knappen Verlust von 0,1 Mio im Vorjahreszeitraum.

Verbesserungen in Europa
Die einzelnen Regionen entwickelten sich unterschiedlich. In der Region Americas etwa konnte Elma in einem «anhaltend anspruchsvollen Marktumfeld» den Umsatz lediglich in Lokalwährungen (+0,6% auf 31,7 Mio USD) knapp verbessern, in Franken waren es dagegen 4,4% weniger. In Europa habe sich die schwierige Wirtschaftslage der letzten Jahre dagegen etwas entspannt, so dass die Verkäufe rund 10% auf 24,5 Mio CHF gesteigert werden konnten. In der Region Asia sei der Umsatz angesichts der anhaltenden Wachstumsdynamik in Lokalwährungen um 43% gewachsen, währungsbereinigt waren es immerhin noch 36% auf 5,1 Mio.

Rückläufige Bestellungen in allen Regionen
Wegen «ungewöhnlich zurückhaltender Auftragsvergaben der öffentlichen Hand» war der Bestellungseingang in allen drei Regionen aber rückläufig. In der Region Americas sank er in Lokalwährungen um gut 10%, in Franken waren es gar -15%. In der Region Europe, wo die Währungen relativ stabil waren, fiel der Rückgang sowohl in Lokalwährungen wie auch bereinigt knapp 3% tiefer aus. Und in der Region Asia (einschliesslich China) gingen die Bestellungen währungsbereinigt um 32% bzw. in Franken um 35% zurück.

Nach Produktlinien steigerte Systems Solutions – mit mehr als zwei Dritteln des Gesamtumsatzes die grösste Division – ihren Absatz währungsbereinigt um knapp 14%, in Franken waren es noch 10%. Mit Enclosures & Components erzielte Elma derweil in Lokalwährungen 6% weniger Umsatz (-7% in CHF) und bei Rotary Switches waren es 3% weniger (-5%).

Die Eigenkapitalquote hat sich den Angaben zufolge im Halbjahr leicht verbessert: sie lag per Mitte Jahr bei 36,0% nach 34,4% per Ende 2013. Im Juni 2014 seien mit den kreditgebenden Banken neue Rahmenverträge ohne zusätzliche Vertragsklauseln (Financial Covenants) unterzeichnet worden, heisst es dazu. Die Nettoverschuldung konnte gegenüber Ende 2013 um 0,2 Mio verringert werden und belief sich zum Stichtag Mitte Jahr noch auf 17,6 Mio CHF.

Eher vorsichtiger Ausblick
Im Hinblick auf den weiteren Verlauf gibt sich das Unternehmen eher vorsichtig und geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen am Markt im zweiten Halbjahr «nicht markant verändern» werden. Für das Gesamtjahr 2014 wird aber am Ziel festgehalten, den Umsatz zu steigern und das operative Ergebnis weiter zu verbessern. (awp/mc/pg)

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