Feintool: Umsatz steigt trotz Frankenstärke

Heinz Loosli

Feintool-CEO Heinz Loosli.

Lyss – Feintool verzeichnet nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2010/11 (per 30.6.) trotz starker Währungsverluste einen zweistelligen Zuwachs von Umsatz und Auftragseingang in Schweizer Franken. Der Währungseffekt hatte zur Folge, dass der Umsatz in Franken gegenüber demjenigen in Lokalwährungen rund 20% tiefer war, zudem bremsten auch Produktionsausfällte in Japan das Unternehmen zuletzt etwas. Die jüngst aufgrund einer Devestition leicht reduzierten Prognosen für das Gesamtjahr wurden aber bestätigt.

In den ersten neun Monaten insgesamt stieg der Umsatz um 11,5% auf 270,3 Mio CHF und der Auftragseingang um 11,2% auf 315,8 Mio, währungsbereinigt lagen die Veränderungsraten bei +30,7% bzw. 21,2%. Der Auftragsbestand lag Ende Juni mit 183,5 Mio auf dem höchsten Wert seit zwei Jahren. Die «erfreulichen Ergebnisse» würden trotz erheblicher Währungseinflüsse und Folgen der Naturkatastrophe in Japan den anhaltend positiven Trend für die Gruppe bestätigen, teilte die im Anlagenbau und im Komponentengeschäft tätige Feintool mit. 

Die Vorjahreszahlen wurden um die nicht mehr weitergeführten Bereiche Plastic/Metal Components, Nietmaschinen (BalTec) und Automationskomponenten (Afag) bereinigt.

Umsatzrückgang im grössten Segment System Parts
Im dritten Quartal allein erhöhte sich der Umsatz knapp um 1,5% auf 86,3 Mio CHF. Im grössten Segment System Parts ergab sich ein Umsatzrückgang um 10,4% auf 54,9 Mio CHF, was Feintool mit den Währungsverschiebungen und dem vorübergehenden Rückgang der Bestellungen in Japan begründet. Währungsbereinigt sei der Vorjahresumsatz knapp gehalten worden. In den kleineren Segmenten Automotion und Fineblanking ergaben sich dagegen Wachstumsraten von gut 80% und knapp 40%.

Höherer Auftragseingang
Der Auftragseingang im dritten Quartal verbesserte sich um 12,1% auf 118,9 Mio CHF. Auch bei dieser Kennziffer litt der grösste Bereich System Parts wegen der erwähnten Gründe und verzeichnete ein Minus von 5% auf 69,7 Mio CHF. Währungsbereinigt hat auch System Parts zugelegt. Das im Anlagenbereich tätige Segment Automation habe den Auftragseingang beinahe verdoppelt, während das ebenfalls spätzyklische Segment Fineblanking Technology 25% mehr Bestellungen hereinholte.

Gruppe zeigt sich positiv gestimmt
Mit Blick auf den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich die Gruppe «positiv». Die jüngst abgegebenen Prognosen für das Gesamtjahr 2010/11 werden bestätigt. Mit dem aktuellen Auftragsbestand würden die Segmente Fineblanking Technology und Automotion über einen Arbeitsvorrat von sechs bis acht Monaten verfügen.

Wegen der vor rund einem Monat bekanntgegebenen Devestition der Tochtergesellschaft Afag hat Feintool damals den Ausblick für das Geschäftsjahr 2010/11 etwas reduziert. Demnach wird für die fortgeführten Bereiche ein Jahresumsatz zwischen 360 und 375 Mio CHF erwartet, während der EBIT auf 10 bis 14 Mio zu liegen kommen soll. (awp/mc/pg)

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