Gebäudeversicherungen: Geringerer Schadenbetrag

Hausbrand

Hausbrände nehmen kontinuierlich ab.

Bern – Für die 19 kantonalen Gebäudeversicherungen war 2010 ein unterdurchschnittliches Schadenjahr. Sie kamen 2010 für Schäden in Höhe von 388 Mio CHF auf. Im Vorjahr waren es aufgrund von sehr hohen Elementarschäden durch Hagel noch 429 Mio CHF gewesen.

Der Schadenverlauf 2010 folge dem Trend von stark fluktuierenden Elementarschäden und kontinuierlich abnehmenden Feuerschäden, teilten die Kantonalen Gebäudeversicherungen am Montag mit. Mit insgesamt knapp 84 Mio CHF seien die Elementarschäden 2010 im Vergleich zu den vergangenen zehn Jahren bemerkenswert tief ausgefallen. Die Feuerschäden beliefen sich auf rund 304 Mio CHF.

Wechsel im IRV-Verwaltungsrat
Die Zahlen wurden am vergangenen Freitag anlässlich der Delegierten- und Generalversammlung der Gemeinschaftsorganisationen der Gebäudeversicherungen in Glarus präsentiert. Dort sei Laurent Memminger infolge Ablauf seiner Amtszeit als Direktor der Gebäudeversicherung Neuenburg auch aus dem Verwaltungsrat des Interkantonalen Rückversicherungsverbands (IRV) zurückgetreten. Als Nachfolger wurde Jérôme Frachebourg, Direktor Gebäudeversicherung Waadt, bestimmt. Für die Nachfolge von Jean Bourquard, dem ehemaligen Direktor der Gebäudeversicherung Jura, wählte die Delegiertenversammlung der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) Jean-François Boillat. Boillat ist der neue Direktor der Gebäudeversicherung Jura.

10 Mio CHF aus Pool für Erdbebendeckung
Weiter wurde auch noch die Versammlung des Schweizerischen Pools für Erdbebendeckung abgehalten. Die Versammlung beschloss, den Überschuss des Jahres 2010 von 10 Mio CHF an die Gebäudeversicherungen auszuschütten. Bis auf die Gebäudeversicherung Zürich, welche für die Folgen von Erdbeben aufkommt, schliessen die restlichen Gebäudeversicherungen solche Schäden in der Versicherungsdeckung aus. Sie haben auf freiwilliger Basis einen Pool gebildet. Dieser soll dazu dienen, allfällige Schäden aus Erdbeben teilweise abdecken zu können. Aktuell könnten bei einem Erdbeben maximal 2 Mrd CHF vergütet werden, hiess es. (awp/mc/ps)

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