Genolier vollzieht Übernahme von drei Kliniken

Antoine Hubert

Antoine Hubert, VR-Delegierter Genolier.

Genolier – Die Spitalbetreiberin Genolier Swiss Medical Network (GSMN) vollzieht in den kommenden Tagen die Übernahme der Solothurner Privatklinik Obach und der Tessiner Kliniken Ars Medica und Sant’Anna. Mit der Integration der drei Kliniken werde der Umsatz der Gruppe im Geschäftsjahr 2012 auf über 300 Mio CHF anwachsen, verglichen mit 200 Mio derzeit, teilt GSMN am Dienstag mit. Die Übernahme der drei Kliniken wurde bereits im Herbst 2011 angekündigt. Damit sei GSMN in drei Landesteilen präsent.

Im Zuge der Übernahme der Luganeser Kliniken wird gemäss Mitteilung die Familien-Holding Sogeho des Mitte November infolge eines Unfalles verschiedenen Gründers Ermanno Sarra zweitgrösste Aktionärin der GSMN mit einem Anteil von knapp 8%. Dadurch könne die Hauptaktionärin MRSI ihre Beteiligung auf 78% von derzeit 86% senken, heisst es weiter. Die Privatklinik Obach wird laut Mitteilung im Zuge der Übernahme per 09.01.2012 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und in GSMN integriert. Klinikleiter bleibe André Bourquin. Die Klinik Obach erziele einen Jahresumsatz von rund 20 Mio CHF. Sie zähle 43 Ärzte und 120 Mitarbeiter; die Zahl der Operationen jährlich betrage knapp 3’000.

Italienischer Markt im Fokus
Die Tessiner Kliniken Ars Medica und Sant’Anna der Gruppo Ospedaliere Ars Medica (GOAM) werden gemäss Mitteilung per 30.01.2012 in die GSMN-Gruppe überführt. Jérome Puginier, bisheriger Leiter des Bereichs Dienstleistungen der GOAM übernehme die Führung der Klinik Sant’Anna und werde kommerzieller Leiter von GSMN im Tessin. Die Leitung der Klinik Ars Medica liege künftig bei Verwaltungsleiter Fabio Casgnola, so die Mitteilung. Vom Tessin aus soll der italienische Markt besser erschlossen werden. In einem Umkreis weniger als 80 km von Lugano zählten mehr als 7 Mio Menschen zum potenziellen Einzugsgebiet, heisst es weiter.

Gründung der Einheit «Genolier International»

Im Weiteren wurde die Leitung von GSMN durch Romain Boichat per Anfang 2012 verstärkt, der die Betriebsleitung übernimmt. Die bisherige Funktionsinhaberin, Valérie Dubois-Héquet, wurde in die Geschäftsleitung berufen. Zudem wurde gemäss Mitteilung die Einheit «Genolier International» gegründet, die von Robert Crüll geleitet wird. Damit sollen vermehrt ausländische Kunden gewonnen werden. Trotz einer Vergrösserung des Managements würden die Verwaltungskosten um knapp 1% sinken, heisst es weiter.

Ab 2012 elf Kliniken mit mehr als 2’000 Beschäftigten
Einschliesslich der Minderheitsbeteiligungen an den Kliniken Lindberg und Pyramide am See zählt das GSMN-Netzwerk ab 2012 elf Kliniken mit mehr als 2’000 Mitarbeitern, 1’000 Ärzten und 32’000 Patienten. Der Jahresumsatz wird auf knapp 360 Mio CHF beziffert. (awp/mc/ps)

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