Givaudan gibt Finanzziele bis 2025 bekannt

Givaudan gibt Finanzziele bis 2025 bekannt
Givaudan-CEO Gilles Andrier. (Foto: Givaudan)

Genf – Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan gibt seine Strategie bis 2025 bekannt. Dabei setzt das Unternehmen mehrheitlich auf Kontinuität. Allerdings soll das Portfolio über das Kerngeschäft mit Aromen und Duftstoffen hinaus erweitert und die Kundenbasis verbreitert werden. Entsprechend werden auch die beiden Divisionen neu benannt.

Wie bis anhin wird auch im neuen fünfjährigen Strategiezyklus auf vergleichbarer Basis ein durchschnittliches organisches Wachstum von 4 bis 5 Prozent angepeilt. Der durchschnittliche freie Cashflow soll derweil mindestens 12 Prozent betragen (bisherige Zielbandbreite: 12-17%), wie das Genfer Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Im Geschäft mit den Aromen erwartet der Konzern dabei bis 2025 zusätzliche Verkäufe von 750 Millionen bis 1 Milliarde Franken. Und im Reichstoffbereich sollen innerhalb von fünf Jahren zusätzliche Einnahmen von 650 bis 800 Millionen generiert werden. Zum Vergleich: 2019 lag der Umsatz im Aromen-Segment bei 2,80 Milliarden und bei dem Aromen bei 3,40 Milliarden.

Erweiterung des Portfolios und der Kundenbasis
Dabei will der Branchenprimus sowohl sein Portfolio weiter ausbauen wie auch die Kundenbasis erweitern. So soll das Portfolio über die Kernbereiche Aromen und Duftstoffe hinaus erweitert werden. Nach den 16 getätigten Übernahmen seit 2014 sollen nun die Bereiche „Ernährung“, „Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe“ und „Schönheit“ wachsen.

Mit einem verstärken Fokus auf kleinere Marken und regionale Kunden will Givaudan zudem der sich rasch wandelnden um immer stärker fragmentierten Kundenlandschaft begegnen, wie es heisst. Das Unternehmen will also insgesamt die Kundennähe verbessern und lokale Präferenzen der Konsumenten besser verstehen.

Und nicht zuletzt soll so in den kommenden fünf Jahren die führende Position in wachstumsstarken Märkten – insbesondere China – ausbaugebaut werden, so Givaudan weiter. Aber auch in den ausgereiften Märken will das Unternehmen aus Genf sein Geschäft weiter maximieren.

Die angekündigten Pläne sollen sich wohl auch in den neuen Namen der beiden Divisionen widerspiegeln. So nennt Givaudan die Aromen-Division künftig „Geschmack & Wohlbefinden“, während das Riechstoff-Segment in „Riechstoffe & Schönheit“ umbenannt wird.

Im laufenden Jahr auf Kurs
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigte sich Givaudan-Chef Gilles Andrier an einer Konferenz in Zürich denn auch guter Dinge. Der Aromen- und Duftstoffhersteller sei auf besten Wege, 2020 die gesetzten Ziel zu erreichen, erklärte er gegenüber Analysten und Medienvertretern.

Denn das Unternehmen habe in dieser beispiellosen Zeit der Coronakrise eine positive Phase erlebt, so Andrier weiter. Die Pandemie habe einige Trends beschleunigt – darunter auch den Trend zur Digitalisierung.

Die Ausschüttungspolitik soll derweil unverändert bleiben. So sollen die Aktionäre Jahr für Jahr eine höhere Dividenden ausbezahlt bekommen, wie ein Unternehmenssprecher gegenüber AWP erklärte. Bisher erhöhte Givaudan jedes Jahr seit dem Börsengang von 2000 die Dividende. (awp/mc/ps)

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