Givaudan wächst unter Zielbandbreite – Organisches Wachstum aber besser als erwartet

Givaudan wächst unter Zielbandbreite – Organisches Wachstum aber besser als erwartet
Innovationszentrum von Givaudan in Zürich. (Foto: Givaudan)

Givaudan – Givaudan ist mit einem abgeschwächten organischen Wachstum ins Jahr 2026 gestartet. Zudem drückten stark negative Währungseffekte den Umsatz in Franken klar ins Minus. Allerdings übertraf das organische Wachstum die Erwartungen. An der Börse wurden die Zahlen positiv aufgenommen.

Der Umsatz sank im ersten Quartal 2026 in Schweizer Franken um 5,2 Prozent auf 1,88 Milliarden, wie der Genfer Konzern am Dienstag mitteilte. Der negative Währungseffekt belief sich auf 9,2 Prozent.

Das organische Wachstum des Duftstoff- und Aromenherstellers lag bei 2,8 Prozent – nach 3,2 Prozent im Schlussquartal 2025. Damit blieb es unter der Zielbandbreite von 4 bis 6 Prozent, übertraf jedoch die Erwartungen der Analysten. Diese waren gemäss AWP-Konsens von nur 1,7 Prozent ausgegangen.

CEO verweist auf Resilienz trotz geopolitischer Unsicherheit
CEO Christian Stammkoetter zeigte sich zufrieden mit dem Jahresauftakt. In einem von geopolitischer Unsicherheit und schwierigen Marktbedingungen geprägten Umfeld habe sich das Unternehmen dank seiner breiten Aufstellung über Segmente, Regionen und Kunden hinweg als widerstandsfähig erwiesen.

Es ist das erste Quartalsergebnis unter Stammkoetters Führung, nachdem der langjährige CEO Gilles Andrier zurückgetreten war. Wie üblich veröffentlicht Givaudan für das erste Quartal keine Gewinnzahlen.

Duftstoffe treiben, Aromen bremsen
Unterschiedlich entwickelten sich die beiden Divisionen: Während das Duftstoffsegment organisch klar zulegte (+5,9%), war das Aromengeschäft leicht rückläufig (-0,4%). Wachstumstreiber im Duftstoffbereich waren einmal mehr die Luxusparfüms, aber auch Konsumgüteranwendungen. Im Aromensegment belastete hingegen eine schwächere Nachfrage bei Getränken und kulinarischen Aromen, während Kategorien wie Snacks, Milchprodukte und natürliche Farbstoffe zulegten.

An den Mittelfristzielen für 2026 bis 2030 hält Givaudan fest. Das Unternehmen strebt weiterhin ein durchschnittliches organisches Wachstum von 4 bis 6 Prozent an. Zudem soll der freie Cashflow über den Zeitraum bei über 12 Prozent liegen.

Analysten werten Zahlen positiv – Aktie legt zu
Analysten werten die Zahlen insgesamt positiv. Sie verweisen auf das besser als erwartete organische Wachstum sowie die robuste Entwicklung im Duftstoffgeschäft. Zwar habe sich die Dynamik insgesamt abgeschwächt, dies sei jedoch angesichts der hohen Vergleichsbasis und der zuletzt schwächeren Branchentrends wenig überraschend. Zudem erachten einige Analysten die Bewertung nach den deutlichen Kursverlusten der vergangenen Monate als attraktiv.

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Die Aktie legte im frühen Handel deutlich zu und gehörte zu den klaren Gewinnern im SMI. Bis um 10.30 Uhr stieg der Kurs um 5,8 Prozent auf 2958 Franken. (awp/mc/pg)

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