Givaudan steigert Umsatz im 1. Quartal um 2,7 %

Gilles Andrier

Givaudan-CEO Gilles Andrier.

Vernier – Der weltgrösste Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan ist im ersten Quartal 2013 weiter gewachsen, jedoch weniger schnell, als von Analysten erwartet. Das Management spricht derweil von einer starken Geschäftsdynamik und bestätigt die mittelfristigen Wachstumsziele. Der Konzernumsatz stieg in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres um 2,7% auf 1,089 Mrd CHF. In Lokalwährungen (LW) sowie um Akquisitionen und Veräusserungen bereinigt resultierte ein Plus von 3,9%.

Das Jahr habe mit einer starken Geschäftsdynamik, einer gut gefüllten Projektpipeline und Geschäftsabschlüssen auf hohem Niveau begonnen, teilte Givaudan mit. Die Wachstumsraten stünden dabei im Einklang mit den mittelfristigen Wachstumszielen.

Mit den zum ersten Quartal 2013 vorgelegten Zahlen hat Givaudan die Schätzungen der Analysten verfehlt.

Rückläufige Luxusparfürmerie
Die Verkäufe in der Division Riechstoffe kletterten um 3,6% auf 517,1 Mio CHF (+4,2% in LW), getragen vom Bereich Konsumgüter, während die Luxusparfümerie und Riechstoff-Ingredienzien einen Rückgang zu verzeichnen hatten. Das gesamte Parfümgeschäft (Luxusparfümerie und Konsumgüter) registrierte auf vergleichbarer Basis zwar ein Wachstum von 5,7%, die Luxusparfümerie schrumpfte dabei allerdings um 5,5%. Die Neugeschäfte hätten nicht ausgereicht, um die Verkaufserosion in Europa und Nordamerika aufzuwiegen, heisst es dazu. «Starkes» Wachstum meldet Givaudan für Lateinamerika.

Die Konsumgüter ihrerseits wiesen auf vergleichbarer Basis ein Umsatzwachstum von 8,8% auf, gestützt auf alle Kundengruppen. Die Schwellenmärkte meldeten zweistellige Zuwächse, die reifen Märkte hätten eine «deutlich positive» Entwicklung verzeichnet. Nach Produkten betrachtet schnitten insbesondere die Segmente Körper- und Gewebepflege gut ab.

Die Verkäufe im Geschäftsbereich Riechstoff-Ingredienzien sanken schliesslich um 5,6% auf vergleichbarer Basis. Das «ausgezeichnete» Verkaufswachstum in Europa habe den Rückgang in den anderen Regionen nicht ausgeglichen.

Starkes Wachstum bei den Aromen in Schwellenländern
In der Division Aromen setzte Givaudan 571,8 Mio CHF um, das sind 1,9% mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das bereinigte Wachstum wird mit 3,7% beziffert. Die Verkäufe seien insbesondere in Afrika, China, Indien, Indonesien und Osteuropa gestiegen. Auf den reifen Märkten Nordamerikas und Westeuropas verkaufte Givaudan ebenfalls mehr, während Australien, Japan und Korea rückläufig waren.

Die Verkäufe in der Region Asien-Pazifik stiegen um 3,7% auf vergleichbarer Basis; dabei hätten China, Indien und Indonesien ein «gutes» Ergebnis erzielt. Die Verkäufe in Europa, Afrika und dem Nahen Osten stiegen um 4,0%; Lateinamerika erreichte +6,3%. Givaudan hebt hier die Märkte Brasilien, Argentinien und Mexiko hervor. Die Verkäufe in Nordamerika stiegen schliesslich um 1,9%.

Ziele bekräftigt
Die mittelfristigen Hauptziele bleiben unverändert: Ein jährliches organisches Wachstum von 4,5 bis 5,5% bei einem erwarteten Marktwachstum von 2 bis 3%. Die EBITDA-Marge soll dauerhaft auf einem «branchenführenden» Niveau liegen. Ausserdem soll der freie Cashflow bis 2015 auf 14–16% des Umsatzes gesteigert werden. Givaudan bekräftigt die Absicht, mehr als 60% des freien Cashflows an die Aktionäre auszuschütten. (awp/mc/pg)

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