Greenpeace fordert Alpiq zum Rückzug von AKW-Plänen auf

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Olten – 30 Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten protestieren seit heute Morgen am Hauptsitz der Alpiq Holding in Olten gegen deren Atompläne. Sie verlangen von CEO Giovanni Leonardi und VR-Präsident Hans Schweickardt den definitiven Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs für ein neues Atomkraftwerk.

Mit einem grossen Müllcontainer und zu Trommeln umfunktionierten Atommüllfässern machen die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten die Geschäftsleitung der Alpiq heute an deren Haupteingang visuell und akustisch darauf aufmerksam, wo ihre Atompläne hingehören: in den Müll.

Gravierende Konsequenzen für Bevölkerung
Greenpeace hat tiefes Mitgefühl mit den durch die Katastrophenserie so schwer getroffenen Menschen in Japan. Das genaue Ausmass der atomaren Katastrophe ist noch nicht bekannt. Eines ist aber schon klar: Die Konsequenzen sind für die Bevölkerung gravierend. Ganze Landstriche werden unbewohnbar bleiben, das Trinkwasser an vielen Orten verseucht und Menschen und Tiere einer gesundheitlichen Höchstbelastung ausgesetzt. Dabei zeigt das Technologieland Japan, dass das von Atomkraftwerken ausgehende Restrisiko nie ausgeschlossen werden kann und einfach viel zu gross ist. Die Alpiq-Geschäftsleitung hat dies wie die beiden anderen Schweizer Atomkonzerne BKW und Axpo noch nicht begriffen und hält am Geschäft mit dem Restrisiko fest. Das ist für Greenpeace untolerierbar.

Weg frei machen für erneuerbare Energien
Die Lösungen sind da: «Atomkraftwerke verhindern eine moderne, erneuerbare, sichere und nachhaltige Stromversorgung. Sie müssen endlich aus dem Weg geräumt werden, damit dieser frei wird für einen Investitionsschub bei den Erneuerbaren», sagt Greenpeace-Energiecampaigner Florian Kasser. Zusammen mit einer gesteigerten Energieeffizienz machen diese den schrittweisen Ausstieg möglich. Doch zuerst muss dieser von der Atomwirtschaft und der Politik beschlossen werden.

Sofortiger und definitiver Rückzug
Die AKW-Betreiber müssen verstehen, dass die Schweizer Bevölkerung das Risiko von Atomkraft nicht mehr tragen und keine neuen AKWs will. Die Atomkonzerne müssen die Konsequenzen aus der Tragödie in Japan ziehen und ihre AKW-Gesuche entsorgen. Greenpeace fordert von Alpiq den sofortigen und definitiven Rückzug ihrer AKW-Neubaugesuche und nimmt auch die BKW und die Axpo in die Pflicht, dies zu tun. (Greepeace/mc/ss)

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