Grosshandelspreise im Oktober leicht rückläufig

Grosshandelspreise im Oktober leicht rückläufig

Sinkender Index infolge tieferer Preise für Erdölprodukte.

Neuchâtel – Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechnete Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise sank im Oktober 2013 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und erreichte den Stand von 98,2 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Dieser Rückgang ist insbesondere auf tiefere Preise für Erdöl und Erdölprodukte zurückzuführen. Während die Produzentenpreise der im Inland hergestellten Güter um 0,2 Prozent sanken, zeigten die Importpreise einen Rückgang um 0,9 Prozent. Innert Jahresfrist sank das Preisniveau des Gesamtangebots von Inland- und Importprodukten um 0,3 Prozent.

Rückgang der Produzentenpreise…
Der Produzentenpreisindex ging im Oktober 2013 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent zurück. Sein Stand liegt bei 98,9 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100). Im Vergleich zum Vorjahr blieb das Preisniveau stabil. Der Index zeigt die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Produkte. Dabei werden für die im Inland abgesetzten Produkte die Ab-Werk-Preise und für die Exporte die Preise an der Grenze («free on board: fob») erfasst. In den Preisen sind Mehrwert- und Verbrauchssteuern nicht enthalten.

Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat verzeichneten insbesondere Mineralölprodukte. Billiger wurden auch Frischgemüse, Tabakprodukte, Gusserzeugnisse, elektronische Bauelemente und Leiterplatten, Mess- und Kontrollinstrumente, Uhren, isolierte Elektrokabel sowie medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien. Höhere Preise registrierte man dagegen für Rohmilch, Milchprodukte, Kakao- und Schokoladeerzeugnisse, Werkzeugmaschinen und Maschinen für die Textil- und Bekleidungsindustrie.

Für das verarbeitende Gewerbe und die Industrie sanken die Preise für den Inlandabsatz gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und für die Exporte um 0,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau für den Inlandabsatz um 0,2 Prozent tiefer, während der Rückgang bei den Exportpreisen 0,1 Prozent betrug.

… und der Importpreise
Der Importpreisindex ging im Oktober 2013 gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent zurück und erreichte den Stand von 96,8 Punkte (Basis Dezember 2010 = 100). Gegenüber dem Vorjahr lag das Preisniveau um 1,2 Prozent tiefer. Der Importpreisindex zeigt die Entwicklung der Importpreise ohne Mehrwert- und Verbrauchssteuern sowie ohne Zoll.

Tiefere Preise gegenüber dem Vormonat zeigten vor allem Erdöl (roh), Treibstoff und Heizöl. Dasselbe gilt für Erdgas, Getreide, Gemüse, Kartoffeln, Nichteisen-Metalle und daraus hergestellte Produkte, elektronische Bauelemente, Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik und Geräte der Unterhaltungselektronik. Billiger wurden auch elektrische Lampen und Leuchten, elektrische Haushaltgeräte, Hebezeuge und Fördermittel, land- und forstwirtschaftliche Maschinen, Werkzeugmaschinen, Personenwagen sowie medizinische und zahnmedizinische Apparate und Materialien. Preiserhöhungen beobachtete man demgegenüber vor allem für Zitrusfrüchte, sonstiges Obst und Nüsse, Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren sowie nicht wirtschaftszweigspezifische Maschinen. (BFS/mc/ps)

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