Gurit 2010: Umsatz bleibt unter Erwartungen

Rudolf Hadorn

Gurit-CEO Rudolf Hadorn.

Wattwil – Die Gurit Holding AG hat im Geschäftsjahr 2010 einen Netto-Umsatz von 311,6 Mio CHF erwirtschaftet. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch bei 314,4 Mio CHF gelegen. Wechselkursbereinigt und einschliesslich Akquisitionen sei der Gruppenumsatz um 2,7% gestiegen, teilt der Hersteller von Hochleistungs-Verbundwerkstoffen mit.

Der Umsatz in den Zielmärkten Wind Energy, Transportation, Tooling und Marine stieg um 4,6% auf 310,4 (307,3) Mio CHF. Bereinigt um akquisitorische Effekte habe der Zielmärkteumsatz zu konstanten Kursen jedoch um 13,2% abgenommen, hiess es weiter. Zudem hat das Management die EBIT-Margen-Prognosen präzisiert.

Tooling steuert 43,4 Mio Franken zum Umsatz hinzu
Mit den veröffentlichten Zahlen hat Gurit die Markterwartungen verfehlt. Von AWP befragte Analysten hatten durchschnittlich mit einem Umsatz von 320,8 Mio CHF gerechnet, bei einer Bandbreite von 316,2 – 330,1 Mio CHF. Nach Segmenten erzielte Wind Energy einen Umsatz von 158,5 (205,4) Mio CHF, Transportation von 55,0 (59,6) Mio CHF sowie von Marine 53,6 (42,3) Mio CHF. Der neue Bereich Tooling erwirtschaftete 43,4 Mio CHF Umsatz.

Sparte Wind Energy legt zu
Im Bereich Wind Energy sei das zweite Halbjahr stärker ausgefallen und der Umsatz habe in dieser Periode um 13,6% gesteigert werden können, so die Mitteilung weiter. Dennoch resultierte im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 19,5% zu konstanten Wechselkursen. Dabei habe sich der Umsatz bei den beiden Hauptproduktgruppen Prepreg und Strukturkernmaterialien unterschiedlich entwickelt. Obwohl der Markt für Kernmaterialien weltweit zulegte und das Unternehmen im Zuge der getätigten Investitionen entsprechend davon profitierte, konnte dieses Geschäft gemäss Mitteilung den Rückgang der Prepreg-Verkäufe in Europa und den USA nicht kompensieren. 2011 sollte das Prepreg-Geschäft vor allem in Europa wieder wachsen, so die Prognose des Managements.

Bauformen im Ausland gefragt
Im Segment Tooling sei das zweite Semester wie angekündigt schwächer ausgefallen, so die Mitteilung weiter. Im Jahresvergleich habe dennoch ein Wachstum erzielt werden können. Dabei habe sich das Exportgeschäft für Bauformen im zweiten Halbjahr «sehr gut» entwickelt. Die neue Werkserweiterung in Taicang/VR China sei abgeschlossen. Für 2011 werde «eine solide Markterholung» in China und ein weiter wachsendes internationales Exportgeschäft erwartet. Im Segment Transportation (-3,2%) habe das Geschäft im Jahresverlauf an Schwung gewonnen. Unter Ausschluss der vor Jahresfrist noch enthaltenen, mittlerweile aus strategischen Überlegungen aufgegebene Produktion von pultrudierten Lamellen hat sich Transportation wie erwartet stabil entwickelt, heisst es.

EBIT-Ziel: Prognoise bekräftigt

Das Wachstum im Bereich Marine (+24,4%) sei nach einem saisonal schwächeren Schlussquartal grösstenteils auf Akquisitionen zurückzuführen. Die Umsätze würden sich weiter erholen. Gurit präzisiert im Weiteren die Prognose für die EBIT-Margen. So wird nun mit einer betrieblichen EBIT-Marge von «rund» 8% und einer Gruppen-EBIT-Marge von knapp über 10% gerechnet. Anlässlich der Publikation der Neunmonats-Zahlen Ende Oktober wurde das EBIT-Ziel mit 8 bis 10% vor Sondergewinn für das Gesamtjahr angegeben. Die detaillierten Zahlen zum Jahresabschluss werden am 28. März bekannt gegeben. (awp/mc/ps/06)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.