Huber+Suhner verdient 2018 deutlich mehr

Urs Ryffel
Urs Ryffel, CEO Huber+Suhner. (Foto: zvg)

Herisau – Der Kabel- und Elektrokomponentenhersteller Huber+Suhner hat 2018 deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen daran über eine höhere ordentliche Dividende teilhaben, welche um eine Sonderdividende zum 50-Jahre-Jubiliäum ergänzt wird.

Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um knapp 42 Prozent auf 82,5 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich dabei deutlich auf 9,3 Prozent. Sie liegt im oberen Bereich des angestrebten Zielbandes. Die verbesserte Profitabilität wird nebst dem höheren Umsatz auf unterproportional gestiegene Kosten und einen günstigen Produktemix zurückgeführt.

Der Reingewinn legt mit einem Plus von über 45 Prozent in ähnlichem Rahmen wie der EBIT zu und erreichte 61,4 Millionen Franken. Die ordentliche Dividende soll deshalb um 40 Rappen auf 1,50 Franken erhöht werden, wie bereits vor gut zwei Wochen bekanntgegeben wurde. Weil im laufenden Jahr das 50-Jahr-Jubiläum gefeiert wird, erhalten die Teilhaber zudem eine Sonderdividende von 1 Franken, insgesamt also 2,50 Franken.

Mit den Zahlen hat Huber+Suhner die Vorgaben der Analysten übertroffen. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei gut 80 Millionen und für den Reingewinn bei knapp 59 Millionen.

Zweistelliges Wachstum
Die Angaben zum Umsatz hatte Huber+Suhner bereits im Januar veröffentlicht. Dieser zog um gut 14 Prozent auf 885 Millionen Franken an. Dies war ein Wert mit Ansage, nachdem das Unternehmen gleich zu Jahresbeginn angekündigt hatte, dass der Umsatz leicht über die zuvor prognostizierten 860 bis 880 Millionen Franken zu liegen komme.

Lässt man den Einfluss der schwankenden Kupferpreise, der Währungen und der Veränderungen im Portfolio weg, ergab sich ein organisches Wachstum von 13,6 Prozent. Somit hat sich das Wachstumstempo im zweiten Semester gar noch beschleunigt, nachdem für das erste Semester ein Wert von 11,5 Prozent ausgewiesen worden war. Nach neun Monaten resultierte gar ein organisches Plus von 14,4 Prozent, womit sich das Schlussquartal moderat schwächer präsentierte als das dritte Quartal.

Zum Wachstum trugen alle drei Technologiesegmente Hochfrequenz, Fiberoptik und Niederfrequenz zweistellig bei. Einen wesentlichen Beitrag dazu hätten die Wachstumsinitiativen beigetragen, so das Unternehmen. Gut lief es beispielsweise im Bereich Niederfrequenz unter anderem im Bahnen- oder im Automobilmarkt.

Kein Wachstum mehr erwartet
Für das Gesamtjahr 2019 stellt das Unternehmen einen Umsatz in der Grössenordnung von 2018 in Aussicht sowie erneut eine EBIT-Marge in der oberen Hälfte des Zielbandes von 8 bis 10 Prozent. Aus heutiger Sicht sei in den beiden grössten Teilmärkten Bahnen und Cell Site von unterschiedlichen Entwicklungen auszugehen, heisst es dazu.

Während sich im Bahnenmarkt die Aktivitäten in etwa auf dem hohen Niveau von 2018 stabil halten sollten, dürfte im Teilmarkt Cell Site das Volumen vorübergehend etwas tiefer liegen, bevor dieses Geschäft ab 2020 im Zuge der beginnenden 5G-Rollouts wieder anziehen sollte.

CEO Urs Ryffel trat bereits Ende November in einem Interview mit AWP etwas auf die Euphorie-Bremse: «Wir werden ein zweistelliges Wachstum nicht jedes Jahr wiederholen können», sagt er damals. «Zudem verflacht sich die Entwicklung der allgemeinen Konjunktur. Insgesamt bin ich trotzdem verhalten optimistisch für 2019.» (awp/mc/ps)

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