Ikea Schweiz macht nach Corona weniger Umsatz

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Ikea Plan an order point in Zürich. (Foto: zvg)

Spreitenbach – Ikea Schweiz hat im Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende August) weniger verkauft. Der Umsatz sank gegenüber dem Rekordjahr 2020/21 um 5 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken, wie die Schweizer Tochter des Möbelriesen am Montag mitteilte.

Mit dem Abklingen der Corona-Zeit habe sich der Konsum wieder etwas in Richtung Reisen und Freizeit verschoben, hiess es. Das Online-Geschäft, das in der Vorperiode für ein deutliches Wachstum sorgte, entwickelte sich unterdessen stabil mit einem Umsatzanteil von 23,3 Prozent.

Deutlich gewachsen ist bei Ikea Schweiz derweil das Business-to-Business Geschäft (+33%), bei dem die Einrichtung der Geschäftsräume von KMUs im Zentrum steht. Dieser Bereich dürfte durch die Umstellung auf hybride Arbeitsmodelle Aufwind erhalten haben, schrieb Ikea in der Mitteilung.

Vorstoss in die Städte
Wenn es um die Zukunft geht, so will der Einrichtungsriese nun die Innenstädte erobern. Er hat dazu ein neues Ladenkonzept eingeführt und nach Chur in Zürich an der Pelikanstrasse eine weitere Niederlassung eröffnet. Die neuen Shops hiessen «Plan an order point» und entsprächen den veränderten Bedürfnissen der Kunden, wurde Jessica Anderen, Geschäftsführerin von Ikea Schweiz, zitiert. Zwar nähmen die Online-Einkäufe auch bei Möbeln zu, aber gleichzeitig seien das Einkaufserlebnis und vor allem die Beratung gefragter denn je.

Das neue Ladenformat, das es etwa bereits in New York, London und Stockholm gibt, wurde Ende September in Chur und diesen Montag in Zürich eröffnet. Auf einer kleinen Fläche – 300 m2 im Fall von Zürich – hat das Publikum die Möglichkeit, sich von einem Verkäufer beraten zu lassen. In dem Erlebnisraum mit ausgewählten Einrichtungsmodellen können sie ausserdem Möbel anfassen und im Anschluss eine Bestellung aufzugeben.

Kein «Black Friday»
Wie bereits im letzten Jahr gibt es bei Ikea ausserdem keinen «Black Friday». Im Rahmen eines «Buyback Friday», der am Freitag, den 25. November beginnt und bis Anfang Januar dauert, verdoppelt das Unternehmen hingegen den Betrag, der für die Inzahlungnahme gebrauchter Artikel geboten wird. Ausbezahlt werden diese in Form eines Einkaufsgutscheins. (apw/mc/pg)

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