Industriegruppe SFS steigert Umsatz um 12 % auf 1,33 Mrd Franken

Heinrich Spoerry

Heinrich Spoerry, CEO und VR-Delegierter SFS Holding AG.

Heerbrugg – Die Ostschweizer Industriegruppe SFS hat im Jahr 2013 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert. Die Vorbereitungen für den Börsengang, der in den nächsten Monaten erfolgen soll, sind fast abgeschlossen. Einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht.

Der Umsatz stieg um 12% auf 1,33 Mrd CHF. Die Gewinnzahlen stiegen derweil noch deutlich stärker: Der EBITDA um 30% auf 269,8 Mio CHF und der EBIT um 29% auf 142,3 Mio CHF, letzterer bei einer auf 10,7% von 9,3% verbesserten Marge. Unter dem Strich blieb ein 18% höherer Reingewinn von 86,5 Mio CHF. «Es ist ein guter Leistungskranz», meinte CEO und VR-Präsident Heinrich Spoerry am Freitag an der Bilanzmedienkonferenz in Heerbrugg.

Wachstum vor allem dank akquirierter Unisteel
Das organische Umsatzwachstum gab CFO Rolf Frei mit 1,1% an. In der Schweizer Bauwirtschaft sei die Entwicklung gut gewesen, auch die Umsätze mit der US-Autoindustrie hätten sich erfreulich entwickelt. Negativ seien hingegen die Einflüsse aus der europäischen Bauindustrie gewesen. Den Hauptteil des Wachstums hat jedoch die Firma Unisteel beigesteuert, die 2012 gekauft wurde und auf die Herstellung von Miniaturteilen aus Metall und Kunststoff für die Elektronikindustrie spezialisiert ist.

Effizienzsteigerungen
Das Plus bei den Gewinnkennzahlen erklärte Frei mit Effizienzsteigerungen im angestammten Geschäft, mit der höheren Ertragskraft der gekauften Firma Unisteel sowie dem Verkauf nicht-betrieblicher Geschäftsbereiche. Finanziell sei das Unternehmen gesund, hiess es. Die Nettoschulden, die aus der Übernahme der Firma Unisteel stammen, konnten zum Beispiel 2013 auf 248,5 Mio von 424,2 Mio CHF reduziert werden.

Vorbereitungen für Börsengang weit fortgeschritten
Vor einem Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate an die Börse gehen zu wollen. Laut Spoerry sind die Vorbereitungen weit fortgeschritten. So soll an der Generalversammlung vom 4. April das erforderliche genehmigte Kapital bewilligt werden und die Statuten sollen mit der «Minder-Initiative» in Einklang gebracht werden.

«Danach können wir jederzeit den IPO-Knopf drücken. Es besteht aber kein Grund zur Eile», sagte Spoerry. Ein bisschen Sorgen mache ihm der Krim-Konflikt. «Würde dieser eskalieren, fände der Börsengang später statt», meinte er dazu. Keine Neuigkeiten gab es zum geplanten Free float: Die heute prägenden Familienaktionäre wollen auch nach dem Börsengang eine Mehrheit halten.

Dividende von 10 Franken gibt Hinweis auf Ausschüttungsquote
Einen Hinweis an die Investorengemeinde gab SFS mit der Dividende von 10 CHF pro Aktie. Dies entspreche einer Ausschüttungsquote von 37,5%. Dies könne als «Signal bezüglich der zukünftigen Ausschüttungspolitik» verstanden werden. Im laufenden Jahr soll sich das Wachstum beschleunigen. Es werde ein Plus im mittlerer einstelligen Prozentbereich angepeilt, sagte Spoerry. Als mittelfristige Guidance gab Spoerry an, dass die heutigen Margen gehalten oder leicht gesteigert werden sollen.

Zudem gab Spoerry den Namen seines Nachfolgers bekannt. Jens Breu, der seit 19 Jahren bei SFS ist, solle die operative Führung des Unternehmens mittelfristig übernehmen. (awp/mc/pg)

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