Interroll steigert Umsatz im ersten Halbjahr – Marge sinkt

Interroll steigert Umsatz im ersten Halbjahr – Marge sinkt
Interroll-Hauptsitz in Sant'Antonino. (Bild: Interroll)

Sant’Antonino – Interroll ist im ersten Halbjahr 2026 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Der Fördertechnikspezialist übertraf mit Umsatz und EBITDA die Erwartungen, musste bei den Margen und beim Reingewinn aber Abstriche hinnehmen.

Der Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 9 Prozent auf 269,9 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Organisch betrug das Wachstum 5,4 Prozent, in Lokalwährungen 14,1 Prozent. Der Auftragseingang erhöhte sich um 3,9 Prozent auf 295,2 Millionen; organisch legte er jedoch lediglich um 0,9 Prozent zu. Der starke Franken bremste die ausgewiesene Entwicklung, heisst es erklärend.

Über den Erwartungen
Damit landete Interroll beim Umsatz deutlich über dem AWP-Konsens von 257,0 Millionen Franken. Auch den von Analysten erwarteten Auftragseingang von 294,5 Millionen übertraf das Unternehmen, wenn auch weniger deutlich.

Der EBITDA stieg um 3,4 Prozent auf 39,9 Millionen Franken und lag ebenfalls über der Konsensschätzung von 38,3 Millionen. Die Marge sank auf 14,8 von 15,6 Prozent. Der EBIT ging leicht auf 27,0 von 27,6 Millionen zurück, die Marge sank um 1,1 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent. Von den Analysten wurden 27,1 Millionen beziehungsweise eine Marge von 10,5 Prozent erwartet.

Belastet wurde die Profitabilität laut Mitteilung durch höhere Investitionen in Forschung, Entwicklung und Vertrieb sowie durch Übernahmekosten und Abschreibungen. Unter dem Strich sank der Reingewinn um 6,6 Prozent auf 19,8 Millionen Franken und verfehlte damit den Konsens von 21,3 Millionen. Als Grund nannte Interroll höhere Steueraufwendungen.

Der operative Cashflow nahm um 80,7 Prozent auf 39,4 Millionen Franken zu. Der freie Cashflow fiel wegen der Übernahme von Royal Apollo mit 19,4 Millionen ins Minus, nach plus 17,1 Millionen im Vorjahr.

Erholung in Asien
In Europa, dem Nahen Osten und Afrika setzte sich das Wachstum fort. Verzögerungen bei Flughafenprojekten im Nahen Osten und aufgeschobene Investitionsentscheide in Europa bremsten jedoch. Asien-Pazifik kehrte laut Interroll zu deutlichem Wachstum zurück und gewann Marktanteile. In Amerika blieb die Projektaktivität solide, Wachstum stellte sich aber noch nicht ein.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigte sich das Management zuversichtlich. Die Geschäftsdynamik habe sich verbessert und bilde eine solide Basis für das zweite Halbjahr. Eine konkrete Zahlenprognose nannte Interroll wie üblich nicht. Das makroökonomische Umfeld und geopolitische Spannungen blieben Risiken, hiess es lediglich. (awp/mc/pg)

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