Interroll wächst im Halbjahr markant und erzielt deutlich mehr Gewinn

Ingo Steinkrüger
Ingo Steinkrüger, CEO Interroll.

Sant’Antonino – Der Lagerlogistik-Spezialist Interroll hat im ersten Halbjahr 2021 sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang zweistellige Wachstumsraten erreicht und auch den Gewinn kräftig gesteigert. Das Vor-Corona-Niveau von 2019 wurde allerdings noch nicht ganz erreicht. Im Ausblick zeigt sich das Unternehmen vorsichtig optimistisch.

Interroll hatte bereits in der zweiten Maihälfte erste Informationen zum ersten Halbjahr veröffentlicht. So wurde eine deutliche Steigerung von Umsatz und Profitabilität angekündigt. In den ersten drei Monaten sei in allen drei Regionen und in den meisten der bedienten Industrien eine konstant hohe Nachfrage verzeichnet worden, hiess es damals. Das laufende Kostenprogramm wirke zudem den steigenden Rohstoffpreisen entgegen.

Konkret kletterte nun der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr um rund 60 Prozent auf 421,6 Millionen Franken und der Umsatz um 16,7 Prozent auf 272,0 Millionen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei hatten Währungseffekte keinen grossen Einfluss.

«Im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete Interroll ein Rekordwachstum bei Auftragseingang, EBIT und Gewinn», lässt sich CEO Ingo Steinkrüger in der Mitteilung zitieren. «Zu diesem positiven Ergebnis trugen neben den Investitionen in die Technologieplattformen und Kapazitäten auch unsere hohe Kosten- und Investitionsdisziplin bei.»

Gewinn steigt überproportional
So legte der Gewinn im Vergleich zum Umsatz gar überproportional zu: Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich um knapp 40 Prozent auf 45,0 Millionen Franken und die entsprechende Marge um 2,7 Prozentpunkte auf 16,5 Prozent. Der Reingewinn lag mit 33,4 Millionen ebenfalls um etwa 40 Prozent über dem Vorjahr. Damit hat Interroll ausser beim Auftragseingang am unteren Ende der Erwartungen der Analysten abgeschnitten.

Von den vier Produktegruppe von Interroll verzeichneten die beiden grössten, Drives sowie Conveyors & Sorters ein Umsatzplus von 17,8 Prozent auf 93,2 Millionen bzw. von 8,9 Prozent auf 88,1 Millionen Franken. Rollers setzten mit 63,9 Millionen knapp 22 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode um und Pallet Handling mit 26,9 Millionen gut 30 Prozent.

Jahresziele oder eine konkrete Erwartung für das zweite Halbjahr formuliert das Management nicht. Aufgrund eines hohen Auftragsbestandes sieht das Unternehmen indes einen «positiven Ausblick», gleichzeitig bleibe die Situation an den Rohstoffmärkten und bei Vorprodukten wie etwa Halbleitern «sehr angespannt». Für den Rest des Jahres sei man insgesamt dennoch «vorsichtig optimistisch». (awp/mc/ps)

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