Kardex wächst profitabel und erhöht die Dividende

Jens Fankhänel
Kardex-CEO Jens Fankhänel. (Foto: Kardex)

Zürich – Das Lagerlogistik-Unternehmen Kardex hat im Geschäftsjahr 2018 auf allen Ebenen zugelegt. Die Nachfrage in beiden Divisionen war weiter hoch und trotz Engpässen bei der eigenen Kapazität und bei Zulieferern, Verzögerungen bei Kunden und höheren Materialpreisen konnte die Profitabilität erhöht werden.

Der Auftragseingang stieg in der Berichtsperiode um rund 17 Prozent auf 481,2 Millionen Euro, womit sich der Auftragsbestand per Jahresende auf 230,1 Millionen belief (VJ 173,6 Mio), wie Kardex am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz der Gruppe kletterte um rund 13 Prozent auf 423,4 Millionen.

Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich etwas stärker um rund 16 Prozent auf 53,2 Millionen Euro und unter dem Strich resultierte ein um einen Fünftel höherer Reingewinn von 38,3 Millionen. Die Steigerung sei trotz Engpässen in der Supply Chain, die zu höheren Kosten und einer verlängerten Auftragsabwicklung geführt hätten, erzielt worden, heisst es in der Meldung.

Die Aktionäre sollen von der Gewinnsteigerung in Form einer höheren Dividende von 4,00 Franken je Aktie (VJ 3,60 Fr.) profitieren.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Kardex die Vorgaben der Analysten ausser beim EBIT erfüllt. Beim Umsatz wurde laut AWP-Konsens ein Wert von 420,4 Millionen Euro, beim EBIT von 57,6 Millionen und beim Reingewinn von 38,8 Millionen erwartet.

Bei Kardex Remstar, die Shuttles und dynamische Lager- und Bereitstellungssysteme baut, hat sich das Neugeschäft in Nordamerika, in China und in den grossen europäischen Ländern laut Mitteilung «dynamisch entwickelt». Mit gezielten Investitionen in die Werke sollen die Kapazitäten deshalb sukzessive erhöht werden. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 347,5 Millionen Euro zu und die EBIT-Marge lag unverändert bei 14,7 Prozent.

Bei Kardex Mlog, die integrierte Materialflusssysteme und automatische Hochregallager herstellt, verbesserte sich die EBIT-Marge durch Effizienzsteigerungen und einen höheren Service-Anteil auf 6,7 von 5,3 Prozent im Vorjahr. Aufgrund von Kapazitätsengpässen bei Zulieferern sowie Bauverzögerungen bei den Kunden habe der Umsatz lediglich um 3,1 Prozent auf 75,9 Millionen Euro zugelegt. Der Auftragseingang erreichte erstmals einen dreistelligen Millionen-Wert. Das Umfeld sei weiter positiv gewesen und in Zentraleuropa habe es eine hohe Investitionstätigkeit gegeben, hiess es weiter.

Marktumfeld und Trends weiter positiv
Auch auf das laufende Jahr schaut das Management mit Zuversicht. Es bestünden momentan keine Anzeichen für eine Veränderung des aktuellen Marktumfeldes und der positiven Trends, so die Meldung. Die Divisionen hätten volle Auftragsbücher und würden weiterhin von ihrer starken Position im wachsenden Intralogistik-Markt profitieren. Für beide Divisionen wird der anvisierte Zielkorridor der EBIT-Marge über den Zyklus angehoben. Für Remstar liegt er neu bei 8 bis 16 Prozent (7-15%), für Mlog 4 bei 8 Prozent (4-6%).

Auch mit Blick auf mögliche Zukäufe zeigt sich das Management zuversichtlich. Die starke Bilanz erlaube es, sich bietende Opportunitäten zur gezielten Stärkung der Gruppe zu prüfen. (awp/mc/ps)

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