Komax von Nachfrageeinbruch in Autoindustrie belastet

Matijas Meyer
Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe. (Foto: Komax)

Dierikon – Der Autozulieferer Komax hat im ersten Semester den Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie markant zu spüren bekommen und weist beim operativen Ergebnis (EBIT) rote Zahlen aus.

Der Verlust beim EBIT werde im mittleren einstelligen Millionenbereich zu liegen kommen, teilte das Innerschweizer Unternehmen am Donnerstag mit. Den genauen Wert will Komax am 18. August publizieren. Im Vorjahr hatte noch ein positiver Wert von 16,4 Millionen resultiert.

Komax erzielt laut eigenen Angaben rund 80 Prozent des Umsatzes in der Automobilindustrie. Man habe daher im ersten Halbjahr unter der wochenlangen Schliessung vieler Automobilwerke gelitten, so die Mitteilung weiter.

Bestellungseingang sinkt um über 30%
Der Bestellungseingang verringerte sich daher im ersten Halbjahr laut den Angaben um 30,4 Prozent auf 143,8 Millionen Franken und der Umsatz um rund 29 Prozent auf etwa 145 Millionen.

Das Unternehmen betont, es habe „schnell und konsequent in all ihren Gesellschaften“ umfassende Kostensparmassnahmen umgesetzt. Dadurch habe der Verlust eingedämmt werden können. Die Details dazu will Komax ebenfalls am 18. August bekannt geben.

Liquiditätssicherung
Man habe ausserdem aufgrund der Corona-Pandemie und ihren erheblichen Auswirkungen auf den Geschäftsgang an der Liquiditätssicherung und der nachhaltigen Finanzierung gearbeitet. Bekanntlich strich die Gesellschaft im Frühling kurzfristig die Dividende.

Mit den Banken seien zudem die Kreditbedingungen angepasst worden, hiess es weiter. Insgesamt verfüge die Gesellschaft über einen Kreditrahmen von 220 Millionen, von dem sie per 30. Juni rund 70 Prozent bezogen habe. Die Finanzlage sei weiterhin „sehr solide“, wurde betont. (awp/mc/pg)

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