Konjunktur im Bauhauptgewerbe gibt leicht nach

Bau
(Foto: Pixabay)

Zürich – Im 2. Quartal 2017 sinkt der Bauindex von hohem Niveau ausgehend um 4 Punkte und erreicht noch 140 Punkte. Die erwarteten saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes liegen damit 2.9% unter dem Niveau des Vorquartals. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Tiefbau zurückzuführen (–4.2%), der das sehr hohe Niveau der letzten Quartale nicht mehr halten kann. Dabei dürfte es sich jedoch um eine vorübergehende Normalisierung und nicht um eine langfristige Trendwende in der Tiefbaukonjunktur handeln. Die Umsätze des Hochbaus dürften im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal nur leicht nachgeben (–1.6%), dies hauptsächlich aufgrund eines Rückgangs der Bauprojekte der öffentlichen Hand.

Für den weiteren Jahresverlauf rechnen wir beim Hochbau mit einer Fortsetzung des guten Geschäftsganges. Dieser wird weiter stark von den Investitionen in Renditeliegenschaften getrieben, welche im herrschenden Negativzinsumfeld vergleichsweise attraktive Renditen generieren. Solange die Anleger bereit sind, dafür die Risiken in Form steigender Leerstände in Kauf zu nehmen, ist nicht mit einer Trendwende zu rechnen. Eine solche dürfte jedoch eintreten, sobald Immobilien als Anlageklasse an Attraktivität verlieren – etwa durch eine Abkehr der Schweizerischen Nationalbank von der Negativzinspolitik. Mit einem solchen Zinsschritt rechnen wir innerhalb der folgenden 12 Monate jedoch nicht. (Credit Suisse/mc/ps)

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