Lem sieht Stabilisierung der Geschäfte im Sommer

Frank Rehfeld
LEM-CEO Frank Rehfeld. (Foto: LEM)

Freiburg – Der Elektronik-Komponenten Hersteller Lem hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2020/21 bei rückläufigem Umsatz weniger Gewinn erzielt. Im zweiten Quartal lief es mit Blick auf den Umsatz allerdings wieder besser als im ersten.

Der Umsatz der Gruppe verringerte sich vom April bis September um 9,4 Prozent auf 144,1 Millionen Franken, wie der Anbieter von Wandlern zur Messung elektrischer Parameter am Dienstag mitteilte. Wechselkursbereinigt betrugt das Minus 4,4 Prozent.

Damit konnte der Abwärtstrend aus dem ersten, stark von Corona geprägten Quartal etwas gebremst werden. Denn in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres sank der Umsatz um gut 10 Prozent (wechselkursbereinigt -4,6%).

Es sei „erfreulich“, dass sich das Geschäft im zweiten Quartal widerstandsfähig gezeigt und etwas vom Einfluss der ersten Covid-Welle erholt habe, wird in der Mitteilung CEO Frank Rehfeld zitiert. Als „ermutigend“ streicht er insbesondere den Geschäftsgang in China hervor sowie die Bereiche erneuerbare Energien und Antriebskontrolle in der Division Automotive.

Der Semesterumsatz reduzierte sich im grösseren Segment Industrie um 9,1 Prozent auf 112,6 Millionen Franken und im kleineren Segment Automobil um 10,4 Prozent auf 31,5 Millionen.

Operative Gewinnmarge beinahe stabil
Der Umsatzrückgang schlug sich auch auf die Gewinnzahlen nieder. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um knapp 11 Prozent auf 28,3 Millionen Franken zurück und die entsprechende Marge um 30 Basispunkte auf 19,7 Prozent. Dank einer strikten Kostenkontrolle konnte die Marge damit auf einem hohen Niveau beinahe gehalten werden.

Der Reingewinn lag mit 23,4 Millionen um 6,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hier haben positive Währungseffekte den negativen Einfluss durch den geringeren Betriebsgewinn aufgefangen. Mit den vorgelegten Zahlen hat Lem die Erwartungen der Analysten gemessen am AWP-Konsens beim Umsatz verfehlt, mit dem Gewinn aber übertroffen.

Im Ausblick auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zeigt sich Lem zurückhaltend. Angesichts der wegen Covid geringen Visibilität bleibe man vorsichtig, hiess es dazu, auch wenn es in einigen Märkten Anzeichen für eine Erholung gebe. Es gebe viele unbekannte Faktoren, die ausserhalb der Kontrolle des Unternehmens lägen.

Konkret wird für das Gesamtjahr 2020/21 ein Umsatzminus von etwa 10 Prozent in den Bereich von 275 bis 280 Millionen Franken in Aussicht gestellt sowie eine EBIT-Marge von „nicht weit von 20 Prozent“. (awp/mc/ps)

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