Lem verdient im ersten Quartal weniger – Vorsichtiger Ausblick

Frank Rehfeld
LEM-CEO Frank Rehfeld. (Foto: LEM)

Plan-les-Ouates – Die Lem-Gruppe hat im ersten Quartal 2022/23 wegen den Lockdowns in China und den globalen Lieferkettenproblemen etwas weniger umgesetzt und verdient. Der Auftragseingang stieg dafür deutlich über den Erwartungen an. Der Ausblick bleibt aber vorsichtig.

In der Periode von April bis Juni 2022, dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022/23, sank der Umsatz laut Mitteilung vom Donnerstag um 2,7 Prozent auf 90,7 Millionen Franken (-2,3% zu konst. Wechselkursen). Schwächer entwickelten sich die Bereiche Automation (-9,6%), Automotive (-6,4%), Renewable Energy (-6,5%) und Track (-18%), während die Division Energy Distribution (+4,5%) zulegen konnte.

Auf Stufe EBIT und Reingewinn wirkte sich der Umsatzrückgang etwas stärker aus. Erster sank um 8,2 Prozent auf 19,5 Millionen, letzterer um 15 Prozent auf 14,7 Millionen Franken. Die Zahlen lagen mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Klar darüber fiel der Auftragseingang aus. Er stieg um 8,0 Prozent auf 158,1 Millionen Franken, während der AWP-Analystenkonsens von einem Rückgang um knapp 7 Prozent ausgegangen waren.

CEO Frank Rehfeld zeigte sich in der Mitteilung sehr zufrieden mit der Entwicklung sowohl auf Umsatz- als auch auf Ergebnisstufe, dies trotz erheblichen Schliessungen in Shanghai und Problemen mit den globalen Lieferketten. China habe sich besser entwickelt als erwartet, während sich der amerikanische Markt dank der Einführung von Elektrofahrzeugen und der dazugehörigen Infrastruktur auf einem Aufwärtstrend befinde.

Vorsichtiger Ausblick
Für den weiteren Ausblick gibt sich Lem trotz des guten Auftragseingangs vorsichtig. Die Rentabilität bleibe robust und ermögliche weitere Investitionen, so CFO Andrea Borla in der Mitteilung. Und der Auftragsbestand weltweit sei nach wie vor sehr gut, wobei die Kunden weiterhin Aufträge über längere Zeiträume erteilten.

Es sei jedoch frustrierend, dass viele Anfragen aufgrund von Lieferengpässen nicht erfüllt werden könnten. «Dies veranlasst uns zu einer vorsichtigen Einschätzung der Umsatzdynamik, wobei wir die Risiken weiterer Lieferengpässe und die Aussicht auf eine weltweite Rezession berücksichtigen», so der Finanzchef weiter.

Neue Stelle geschaffen
Vermeldet wurde auch noch eine Personalie. Verena Vescoli wurde mit Wirkung vom 1. November zum Chief Technology Officer und zum Mitglied des Executive Committee ernannt. In dieser neuen Funktion soll sie die Innovation vorantreiben, die Technologie-Roadmap und die Standards für LEM definieren, die weltweite F&E-Organisation mit rund 200 Mitarbeitern leiten und externe Entwicklungsressourcen und Beziehungen zu strategischen Partnern verwalten. (awp/mc/pg)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.