LM Group bleibt trotz gesteigerter Effizienz in den roten Zahlen

Fabio Cannavale
Fabio Cannavale, CEO und Gründer der LM Holding. (Foto: LM Group)

Zürich – Der Online-Reiseanbieter LM Group hat auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie einen Verlust erlitten. Allerdings nahm der Umsatz 2021 bereits wieder merklich zu und die Profitabilität lag klar höher als im Vorjahr. Für 2022 erwartet die Gruppe nun wieder einen Online-Reisemarkt auf Vorkrisenniveau.

Gemäss noch ungeprüfter Zahlen stieg der Umsatz 2021 um 10 Prozent auf 150,1 Millionen Euro, wie die LM Group am Donnerstag mitteilte. Zum Vorkrisenniveau besteht damit aber noch immer eine grosse Lücke – 2019 war der Umsatz mit 338 Millionen mehr als doppelt so hoch gewesen.

Effizienz verbessert
Während der Pandemie gelang es dem Online-Reiseanbieter allerdings, die Effizienz seiner Buchungsplattform zu verbessern. Die Kostenstruktur sei angepasst und der Geschäftsmix in Richtung dynamischer Reisepakete verlagert worden. Diese gelten als margen-stärker als andere Produkte der Gruppe – in den Paketen werden Transport und Unterkunft mit weiteren touristischen Angeboten wie etwa Sightseeing kombiniert.

Somit erzielte die Gruppe mit 19,0 Millionen Franken 2021 auch wieder einen Betriebsgewinn (bereinigter EBITDA) – im Vorjahr stand hier noch ein Minus von 3,4 Millionen zu Buche. Am Ende resultierte aber noch immer ein Nettoverlust von 14,2 Millionen. 2020 hatte der Verlust allerdings noch bei 59 Millionen gelegen.

Die definitiven und geprüften Zahlen gibt die Gruppe am 24. März bekannt.

Optimistisch für 2022
Zum laufenden Jahr 2022 äussert sich das Management derweil optimistisch. Bereits im Schlussquartal 2021 habe man «trotz Ausbruch der Omikron-Variante» auf allen Ebenen einen «deutlicher Anstieg» gegenüber 2020 festgestellt. So seien das Bruttoreisevolumen verdreifacht und der Umsatz mehr als verdoppelt worden.

Im neuen Jahr hätten die Volumen nun weiter zugenommen. Den Angaben zufolge haben der Umsatz und Bruttogewinn in den letzten Wochen die höchsten Niveaus seit Ausbruch der Pandemie erreicht. Detaillierte Prognosen für 2022 macht die Gruppe indes nicht. Das Management geht aber davon aus, dass das Online-Reisesegment 2022 wieder das Niveau von 2019 erreichen wird.

Zum Online-Reiseanbieter zählen neben lastminute.com weitere Marken wie Volagratis, Rumbo, weg.de, Bravofly, Jetcost und Hotelscan. (awp/mc/ps)

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