Logitech: Stellenabbau und Kostensenkung um bis zu 18 Mio USD

Bracken Darrell

Logitech-CEDO Bracken Darrell.

Newark – Der seit Anfang Jahr beim Computerzubehör-Hersteller Logitech amtende CEO Bracken Darrell wird seinem Ruf als Turnaround-Manager gerecht. Bereits bei der Präsentation der Ergebnisse 2011 im Vorjahr auferlegte das Management dem Konzern eine Sparkur. Darrell war damals noch dem interimistischen CEO und Verwaltungsratspräsidenten Guerrino de Luca unterstellt. Nun sollen weiter Millionen eingespart werden, um den Konzern fit zu trimmen.

So hat Logitech am Freitag einen Stellenabbau und Kostensenkungen angekündigt. Dabei orientiere sich das Unternehmen an den von Darrell gesetzten strategischen Prioritäten. Die Kosten sollen damit um 16 bis zu 18 Mio USD bis 2014 sinken. Darrell zufolge sollen die Massnahmen helfen, die finanziellen Ziele zu erreichen. Damit meint er in erster Linie, die Kostenbasis zu reduzieren.

Logitech will die Zahl der Arbeitsplätze um rund 140 Stellen kappen, das entspricht rund 5% der nicht in die direkte Produktion eingebundenen Arbeitskräfte. Die Höhe der dadurch anfallenden Restrukturierungskosten werden auf 12 bis 14 Mio USD geschätzt und würden voraussichtlich im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2013 verbucht. Per Ende des Geschäftsjahres 2012 (Ende März) beschäftigte Logitech etwa 9’000 Mitarbeiter.

Fokus auf mobile Geräte
Die Massnahmen würden zusätzlich zu den bereits im Frühjahr 2012 eingeleiteten Kostensenkungen im Volumen von 80 Mio USD getroffen, wie das Unternehmen weiter schreibt. Logitech hatte unter dem neuen CEO Darrell einen grösseren Fokus auf das Geschäft mit mobilen Geräten sowie eine Verbesserung der Profitabilität im PC-Geschäft als Ziele formuliert.

Darrell will spätestens bei der Präsentation der Jahreszahlen am 25. April über weitere Schritte bei der Bereinigung des Produkteportfolios orientieren. Bereits Ende Januar, als der Konzern die Q3-Zahlen veröffentlichte, gab das Management bekannt, sich von gewissen Produkten zu trennen. Damals nannte er zum Beispiel das Geschäft mit Fernbedienungen und Videosicherheitslösungen.

Noch offen liess er, was mit der Tochter LifeSize geschieht. „Wir werden genau hinschauen, ob LifeSize zu Logitech passt“, betonte Darrell Ende Januar. LifeSize verursachte im dritten Quartal eine Goodwill-Abschreibung von 211 Mio USD und hinterliess tiefe Spuren in der Erfolgsrechnung. (awp/mc/upd/ps)

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