Lonza im dritten Quartal auf Kurs

Lonza im dritten Quartal auf Kurs
Tritt per 1. März 2019 zurück: Lonza-CEO Richard Ridinger. (Foto: Lonza)

Basel – Der Lifescience-Konzern Lonza zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsgang. Man erwarte «anhaltend starke» Ergebnisse im dritten Quartal 2017 für Lonza auf Standalone-Basis, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Und die Integration der US-Firma Capsugel verlaufe nach Plan.

Der Ausblick für 2017, unter Ausklammerung von Capsugel, wird von Lonza in der Folge bestätigt. Demnach rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich, einem Kern-EBITDA von über 1 Mrd CHF sowie einem zweistelligen Wachstum des Kern-EBIT deutlich über dem Umsatzwachstum.

Pharma&Biotech gut unterwegs
Dabei seien beide Segmente auf Kurs, die Jahresziele zu erreichen, erklärte Konzernchef Richard Ridinger an einer Telefonkonferenz. Pharma&Biotech habe ein «weiteres starkes» Quartal verzeichnet mit den Bereichen Commercial Mammalian, Chemical Manufacturing und Clinical Development Services als massgebliche Wachstumstreiber.

Dabei hätten die Hurrikane in den USA «keinen wesentlichen» Einfluss auf die Performance gehabt. Lonza hält zudem fest, dass trotz der Stürme die neue Produktionsstätte für Zell- und Gentherapien in Pearland bei Houston kurz vor der Fertigstellung stehe und die Produktion voraussichtlich im ersten Quartal 2018 beginnen werde.

Wood Protection steht nicht zum Verkauf
Mit Blick auf das Segment Specialty Ingredients sprach Ridinger von einem «soliden» dritten Quartal. Als Wachstumstreiber nannte er die beiden Bereiche Hygiene and Preservation sowie Consumer Health and Nutrition. Die Performance der übrigen Bereiche habe derweil den Erwartungen entsprochen.

Während Coatings and Composites ein «starkes» drittes Quartal geliefert habe, sei das Geschäft mit Mittel zur Holzbehandlung schwächer ausgefallen. Ein neuer Anlauf zum Verkauf des Bereiches stehe aber nicht zur Debatte.

Lonza hatte das frühere Sorgenkind Wood Treatment im Sommer 2103 zum Verkauf ausgeschrieben. Weil die Angebote aber nicht den Erwartungen entsprachen, wurde der Prozess im Herbst 2014 wieder gestoppt.

«Wood Protection ist kein Sorgenkind – im Gegenteil!», betonte Ridinger mit Verweis auf die Fortschritte in den letzten Jahren. Es handle sich lediglich um eine relative Schwächephase in dem Bereich. Dessen Performance sei heute «dramatisch besser» als noch vor drei Jahren.

Capsugel-Intergration auf Kurs
Die Integration der im Juli für 5,5 Mrd USD übernommenen Capsugel schreitet im Hinblick auf die erwarteten Synergien und Wachstumsziele wie geplant voran, so Lonza weiter. Die Performance des Herstellers von Arznei-Kapseln im dritten Quartal 2017 habe den Erwartungen entsprochen; besonders stark seien die Bereiche Consumer Health and Nutrition gewesen.

Ridinger bestätigte seine positive Erwartung, dass Capsugel die erwarteten Synergien und Wachstumsziele erreichen wird. Laut dem CEO wurden bereits die ersten kommerziellen Synergien bei gemeinsamen Produktangeboten in den Bereichen Verbrauchergesundheit und Sporternährung entdeckt. Und die Kundenreaktionen auf das kombinierte Angebot seien positiv gewesen.

In Kraft bleiben die gerade erst im Juli ausgesprochenen Vorgaben für das Jahr 2022. Bis zum genannten Jahr will Lonza den Umsatz auf 7,5 Mrd CHF steigern und die Kern-EBITDA-Marge auf 30%. Zum Vergleich: im ersten Semester 2017 stand der Wert bei 24,8%. (awp/mc/pg)

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