Looser erzielt im 1. Quartal 4% mehr Umsatz

Tim Talaat

Tim Talaat, CEO Looser Holding. (Foto: Looser Holding)

Arbon – Die Industrie-Gruppe Looser hat im ersten Quartal 2014 den Umsatz leicht und den operativen Gewinn deutlich gesteigert. Unter dem Strich ging der Gewinn wegen eines Devestitionseffekts zurück. Am Ausblick für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest.

Looser kann für den Zeitraum von Januar bis März einen gegenüber dem Vorjahreszeitraum 4,3% höheren Umsatz von 118,0 Mio CHF ausweisen. Bereinigt um Währungs-, Akquisitions- und Devestitionseffekte betrug das Wachstum allerdings nur 0,5%, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilt.

Türen im Plus…
Die Sparten entwickelten sich unterschiedlich: Der grösste Bereich „Türen“ wuchs um gut ein Fünftel auf 56,3 Mio CHF. Das Plus war jedoch hauptsächlich eine Folge der Übernahme der Firma Invado, die erst seit August 2013 zum Looser-Konzern gehört. Bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte legte die Sparte um 2,3% zu.

…Beschichtungen im Minus
Die zweitgrösste Sparte „Beschichtungen“ musste hingegen einen Rückschlag auf 42,3 Mio CHF hinnehmen. Hauptgrund für das Minus von knapp 11% war der Verkauf des Produktbereichs Feycolor, der seit Anfang Jahr nicht mehr zu Looser gehört. Die Sparte erzielte aber auch bereinigt um die Devestition und um Währungseffekte 1,6% weniger Umsatz. Laut CFO Christoph Fierz bewegt sich die Beschichtungssparte vor allem mit den Produkten für die Industrie und Holzfirmen in einem schwierigen Umfeld. So sei zum Beispiel die Unsicherheit der Kunden in Osteuropa zu spüren, wie er gegenüber AWP sagte.

Die beiden kleineren Sparten entwickelten sich unspektakulär: „Industriedienstleistungen“ wuchs um 1% auf 12,2 Mio CHF, „Temperierung“ um 2,2% auf 8,57 Mio CHF.

Margen gesteigert
Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA stieg um 16% auf 14,01 Mio CHF. Die entsprechende Marge erhöhte sich auf 11,9% nach 10,7% im Vorjahresquartal. Auch beim Ergebnis auf EBIT-Ebene wurde ein Anstieg um 18% auf 8,44 Mio CHF verbucht, die entsprechende Marge stieg auf 7,2% von 6,3%. Laut CFO Fierz sind die besseren operativen Gewinne einerseits die Folge der neuen Zusammensetzung der Gruppe. Andererseits dürfe nicht vergessen werden, dass das Vorjahresquartal „relativ schlecht“ gewesen sei.

Unter dem Strich verblieb ein 19% geringerer Konzerngewinn von 3,41 Mio CHF. Dies wird mit einem Fremdwährungseffekt von 1,4 Mio CHF begründet, der beim Verkauf des Produktbereichs Feycolor angefallen sei. Es handle sich um einen nicht-cashwirksamen Effekt, betonte Fierz.

Im Gesamtjahr 2014 erwartet das Unternehmen um Akquisitionen bereinigt nach wie vor einen höheren Umsatz sowie eine signifikante Steigerung des operativen Gewinns und des Konzerngewinns. (awp/mc/pg)

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