McDonald’s legt dank Kaffee, Kuchen und Swissness zu

Mario Federico

Mario Federico, CEO McDonald’s Schweiz.

Zürich – Schweizerinnen und Schweizer haben im vergangenen Jahr noch grösseren Appetit auf McDonald’s-Verpflegung gezeigt als in den Jahren zuvor. Die Fast-Food-Kette erzielte einen Umsatz von rund 718 Mio CHF, das sind 33 Mio oder 4,8% mehr als im Vorjahr. Gestiegen ist auch die Zahl der Gäste. 106 Millionen Personen kehrten in den 152 Schweizer Filialen ein, was einem Zuwachs von 3,4% entspricht. Der Durchschnittskunde ass zwei Mal pro Monat bei McDonald’s und gab pro Besuch 13,34 CHF aus.

Die grössten Renner 2011 waren nicht etwa Klassiker wie Hamburger und BigMacs, sondern die Produkte der «Schwiizer Wuche». Wie Mario Federico, Chef von McDonald’s Schweiz, am Mittwoch in Zürich ausführte, erreichte das Unternehmen im Oktober wegen des McGrillschnäggs und des McZüri das beste Monatsergebnis in der 35-jährigen Firmengeschichte. McDonald’s setzte in diesem Monat 64,7 Mio CHF um. Man habe den Geschmack der Schweizer offensichtlich gut getroffen, sagte Federico. Im 2012 werde das Unternehmen deshalb weiter auf Swissness setzen und entsprechende Produkte lancieren. Als sehr erfolgreich bezeichnete er auch die McCafés, von denen es in der Schweiz mittlerweile 27 Stück gibt.

Viele McCafé-Kunden gehen niemals zu McDonald’s

Während McDonald’s mit den herkömmlichen Restaurants vor allem die 18- bis 24-Jährigen abholt, kehren in den etwas gediegeneren Kaffeehäusern vor allem Kunden im Alter zwischen 25 und 55 Jahren ein. Laut Federico sind es oft Leute, die nie zu McDonald’s gehen und somit einer neuen Gäste-Schicht entsprechen. Die 27 Kaffee- und Kuchenlokale steuerten 2011 bereits 5% zum Umsatz jener McDonald’s-Restaurants bei, in denen sie eröffnet wurden. Aufgrund des Erfolgs wird die Fast-Food-Kette im laufenden Jahr weitere 10 bis 12 Cafés eröffnen. Bis in fünf Jahren soll es rund 55 Filialen mit Kaffeeecke geben.

Ausbaupotenzial bei Öffnungszeiten
Ausbaupotenzial sieht McDonald’s auch bei den Öffnungszeiten. 110 Restaurants haben am Abend bereits jetzt länger offen. Gemäss Federico will McDonald’s die Zahl der Filialen, die auch spätabends oder in der Nacht offen stehen, weiter erhöhen – vorausgesetzt natürlich, die dazu nötigen Bewilligungen würden erteilt. Auch für die Morgenstunden hegt McDonald’s Ausbaupläne: Neu sollen die McCafés bereits frühmorgens öffnen und die Arbeitstätigen auf ihrem Weg ins Büro mit Koffein versorgen – und damit direkt Konkurrenten wie Starbucks und der Valora-Kaffeebarkette Spettacolo das Wasser abgraben. (awp/mc/ps)

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