Medacta will mit Börsengang bis zu 680 Mio einnehmen

Medacta will mit Börsengang bis zu 680 Mio einnehmen
(Bild: Medacta)

Zürich – Das Tessiner Orthopädieunternehmen Medacta konkretisiert seine Börsenpläne. Demnach sollen die von der Besitzerfamilie Siccardi verkauften Aktien «am oder um den» 4. April erstmals an der SIX Swiss Exchange gehandelt werden.

Medacta hatte vergangene Woche angekündigt, einen Börsengang zu planen. An die Börse gebracht werden dabei laut den Angaben lediglich sogenannte «secondary»-Aktien. Das heisst, es werden keine neuen Aktien ausgegeben. Die Familie um den Gründer Alberto Siccardi will auch nach dem Börsengang an der SIX Swiss Exchange Mehrheitsaktionärin bleiben.

Die Familie Siccardi will im Basisangebot 5,7 Millionen Aktien verkaufen sowie 855’000 Stück für eine Mehrzuteilungsoption zu Gunsten der beteiligten Banken bereithalten, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Der Free Float der Aktien läge danach bei 28,5 Prozent und nach Ausübung der Mehrzuteilungsoption bei 32,8 Prozent.

Börsenkapitalisierung von bis zu 2,1 Milliarden Franken
Der Preis für die Aktien wird in einer Spanne von 88 bis 104 Franken festgelegt. Das Volumen der über das Basisangebot verkauften Aktien käme beim Maximalpreis auf 593 Millionen Franken, inklusive der Mehrzuteilungsoption auf 682 Millionen. Die Börsenkapitalisierung läge bei maximal 2,1 Milliarden.

Das Tessiner Unternehmen produziert mit zuletzt 970 Mitarbeitern orthopädische Implantate und Instrumente, die bei Hüft-, Knie-, Schulter- und Wirbelsäulen-Problemen zum Einsatz kommen. Es verfügt über Niederlassungen in zwölf Ländern, so etwa in den USA, Australien, Japan oder in verschiedenen Ländern Europas. Vertrieben werden die Produkt in insgesamt in 20 Ländern.

Jahresumsatz 2018 bei 273 Mio Euro
Das Unternehmen erzielte 2018 laut den früheren Angaben einen Umsatz von 273 Millionen Euro (+11%). Das durchschnittliche Wachstum der vergangenen drei Jahre beziffert das Unternehmen auf 14 Prozent. Gut die Hälfte des Umsatzes werden mit Produkten für die Hüfte generiert und gut ein Drittel im Bereich Knie. Auf das Wirbelsäulen-Geschäft entfielen 2018 rund 7 Prozent und auf den Bereich Schulter und Sportmedizin 1 Prozent. Die Profitabilität ist mit einer Bruttomarge von knapp 75 Prozent und einer Betriebsgewinnmarge (EBITDA) von 32 Prozent hoch.

Dividende von 20-30 Prozent
Für das Geschäftsjahr 2019 will Medacta eine Dividende zahlen, die Ausschüttungsquote soll dabei bei 20 bis 30 Prozent des Reingewinns liegen. Weiter nennt das Unternehmen Finanzziele für das laufende Jahr. So soll der Umsatz im mittleren Zehnerbereich in Prozent zunehmen und die adjustierte operative Marge (EBITDA) im Bereich von 31 bis 33 Prozent ausfallen. (awp/mc/pg)

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