Meier Tobler profitiert von Nachfrage nach Wärmepumpen

Roger Basler
Roger Basler, CEO Meier Tobler. (Foto: zvg)

Nebikon – Der Klimatechnik-Spezialist Meier Tobler hat im ersten Halbjahr 2022 von einer hohen Nachfrage profitiert. Die gestiegenen Kosten konnten mehrheitlich durch Preissteigerungen kompensiert werden.

Der Umsatz stieg im ersten Semester 2022 um 7,6 Prozent auf 258,3 Millionen Franken, wie es in der Mitteilung heisst. Mitte Juni hatte Meier Tobler das gute Halbjahresergebnis bereits angekündigt. Treiber für das Wachstum sei insbesondere die ausserordentlich hohe Nachfrage nach Wärmepumpen bei Heizungssanierungen gewesen.

Lieferfähigkeit in grossen Teilen intakt
Die Lieferfähigkeit von Meier Tobler sei trotz den Herausforderungen in den Lieferketten zu grossen Teilen intakt, betonte das Unternehmen. Die massiv gestiegenen Materialpreise sowie höhere Energie- und Transportkosten habe man «mehrheitlich» durch Verkaufspreiserhöhungen kompensiert.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA stieg um satte 71 Prozent auf 22,3 Millionen Franken. Auch auf Stufe EBIT wuchs das Unternehmen auf 14,9 Millionen Franken nach zuvor 6,0 Millionen.

Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 11,5 Millionen Franken. Dieser habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht, heisst es weiter. Damit hat Meier Tobler die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen.

Wärmepumpen boomen
Im Geschäft mit der Wärmeerzeugung legten die Verkäufe – insbesondere von Wärmepumpen – im zweistelligen Prozentbereich zu. Im Zusammenhang mit Wärmepumpen stiegen auch die Serviceleistungen.

Im Handelsgeschäft stärkte Meier Tobler seine Position ebenfalls. Zur positiven Entwicklung hätten sowohl die 47 Marché-Verkaufsstellen als auch der E-Shop beigetragen. So schloss auch die vierte Geschäftseinheit Klimasysteme das erste Halbjahr mit einem zweistelligen Umsatzwachstum ab.

Auf einen Ausblick für das Gesamtjahr 2022 verzichtet das Unternehmen dennoch, weil die Visibilität insbesondere für das wichtige vierte Quartal eingeschränkt sei. Dabei würden geopolitische Risiken, die Verfügbarkeit wichtiger Produkte, die Effekte der Zinserhöhungen sowie die Auswirkungen der Energiekrise für ein unsicheres Marktfeld sorgen. (awp/mc/pg)

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