Meier Tobler warnt vor Umsatzrückgang

Martin Kaufmann
Martin Kaufmann, CEO Meier Tobler. (Foto: Meier Tobler)

Nebikon – Die im Bereich Gebäudetechnik tätige Meier Tobler-Gruppe (ehemals Walter Meier) kämpft am Markt weiterhin mit starkem Gegenwind und muss im ersten Halbjahr einen unerwartet starken Umsatzrückgang hinnehmen. Er liege um vier Prozent unter dem vergleichbaren Wert aus dem Vorjahr, schreibt die Gruppe am Dienstag im Rahmen einer Gewinnwarnung. Während zwei Jahren wird die Gruppe auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.

Vor allem im Bereich der Wärmeerzeugung sei der Konkurrenzdruck nach wie vor sehr hoch, heisst es in der Mitteilung weiter. Das drücke auf den Absatz und die Preise. Zudem gestalte sich die Integration von Vertriebs- und Serviceorganisationen schwieriger als erwartet.

Im Gesamtjahr 2018 rechnet Meier Tobler mit einem etwas geringeren Umsatzrückgang als noch im Halbjahr und einem operativen Gewinn auf der Stufe EBITDA, der über der Marke von 30 Millionen Franken liegen soll. Im Jahr 2017 betrug der EBITDA knapp 36 Millionen.

Die schwierige Geschäftslage werden auch die Aktionäre spüren: Man sehe sich gezwungen, die mehrfach angekündigte Kürzung der Ausschüttung umzusetzen. Dies, weil der freie Cash Flow im Jahr 2018 nicht dazu ausreichen werde, um gleichzeitig eine konstante Ausschüttung und eine angemessene Senkung des Fremdkapitals zu finanzieren. Für die Jahre 2018 und 2019 will Meier Tobler gar ganz auf eine Ausschüttung verzichten. Ab 2020 sollen die Aktionäre dann wieder Geld erhalten und in den Folgejahren plant die Gesellschaft, die Auszahlungen schrittweise zu erhöhen.

Marktschwäche belastet Umbau
Weiter orientiert Meier Tobler auch über den Verlauf des Integrationsprozesses. Die für personelle Anpassungen sowie für die Integration der IT und des Markenauftritts aufgewendeten Kosten liegen im Budget, versichert die Gesellschaft. Und auch mit Blick auf die geplanten Synergien liege man auf Kurs. Jedoch würden die Verbesserungen auf der Kostenseite durch die schrumpfenden Umsätze teilweise aufgehoben.

Im Servicegeschäft sei aber bis Jahresende mit deutlichen Verbesserungen in der Geschäftsentwicklung zu rechnen, hofft das Unternehmen. Wie rasch die Umsatzverluste in der Wärmeerzeugung mithilfe von Marketingmassnahmen und Prozessverbesserungen im Vertrieb gebremst werden könnten, sei dagegen aufgrund der volatilen Marktsituation schwierig abschätzbar. Es sei auch deshalb derzeit nicht möglich, eine Prognose dazu abzugeben, wie rasch das gewohnte Ausschüttungsniveau von 2,00 pro Aktie wieder erreicht werden könne.

Den Halbjahresbericht mit den detaillierten Geschäftszahlen veröffentlicht Meier Tobler am 24. August. (awp/mc/ps)

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