Migros steigert Gewinn um 6,4 % auf 770,9 Mio Franken

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(Foto: Migros/Flickr)

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Zürich – Die Migros-Gruppe ist 2013 in einem umkämpften Markt weiter gewachsen und hat auch mehr verdient. Der Gewinn stieg um 6,4% auf 770,9 Mio CHF. Der Anstieg liegt damit leicht unter dem Umsatzwachstum von 7,0% auf 26,74 Mrd CHF. Zum Gewinnanstieg trugen neben dem Umsatzwachstum die stabile Bruttomarge im Genossenschaftlichen Detailhandel und die Geschäftsbereiche Handel und Reisen bei, wie die Migros mitteilte.

Zugleich hat das Unternehmen die Investitionen um 8,1% auf rund 1,32 Mrd CHF erhöht. Das Ergebnis vor Finanzerfolg und Ertragssteuern (EBIT) verbesserte sich um 5,9% auf 1,04 Mrd CHF. Die EBIT-Marge verharrte damit auf 3,9%.

Personalbestand wächst durch Tegut-Übernahme stark
Gewachsen ist der Personalbestand: Die Zahl der Mitarbeitenden nahm um 6’815 auf 94’276 zu. Grund ist hauptsächlich die Übernahme der deutschen Tegut. Der Detailumsatz der Gruppe stieg dank dieser Übernahme um 7,2% auf 22,9 Mrd CHF. Ohne Tegut hätte das Plus 1,6% betragen.

Die Migros habe sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld sehr gut behauptet und Marktanteile gewonnen. Er sei mit den Resultaten zufrieden, wird Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) zitiert.

Bolliger erwartet weiteres Umsatzwachstum
Vermittler Inter Chalet und die Modekette Schild beitragen. Auch werden die Preise kaum noch sinken. und Verbrauchermärkten bleiben die Preise im laufenden Jahr tendenziell stabil, wie Bolliger an der Jahresmedienkonferenz vom Mittwoch in Zürich sagte.

Hingegen dürften die Preise für Früchte und Gemüse aufgrund der wetterbedingt guten Ernteaussichten unter Druck geraten. Nochmals billiger werden voraussichtlich im Schnitt auch die Nicht-Nahrungsmittel, insbesondere die Sortimente der Fachmärkte.

Guter Jahresstart für Obi und Do it
Anders als im vergangenen Jahr sind die Baumarkt- und Gartenketten Obi und Do it gut in den Frühling gestartet. Dazu trug das sonnige Wetter bei. Gruppenweit sei die Migros mit einem Umsatzplus von 2 bis 3% ins neue Jahr gestartet, sagte Bolliger. Den Wettereffekt auf das Gruppenresultat wollte der Migros-Chef nicht überbewerten: „Irgendjemand profitiert immer vom Wetter in der Migros, das ist der Vorteil wenn man so breit aufgestellt ist.“

Alle Vorzeichen für 2014 seien positiv. Sein Gefühl sage ihm aber, so schön könne es nicht bleiben. „Irgendwo wird es sicher noch reinblasen, ich weiss aber noch nicht wo“.

Von der Einwanderung profitiert
Bolliger erwähnte auch mögliche Folgen der Masseneinwanderungsinitiative. Er verhehle nicht, dass auch die Migros in den letzten Jahren von der Einwanderung profitiert und mit den neuen Kunden Einbussen durch den Einkaufstourismus und den Konkurrenzkampf kompensiert habe. Auch Grenzgänger seien für die Migros als Kunden und Mitarbeitende wichtig. (awp/mc/pg)

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