Mikron: Umsatz legt im Halbjahr um 29% zu

Mikron-Produktionsbetrieb Boudry

Herstellung von Herstellung von Flexcell-Automaten bei Mikron.

Biel – Der Maschinenbauer Mikron hat nach dem Turnaround im letzten Jahr auch im ersten Halbjahr 2011 schwarze Zahlen geschrieben. Das Unternehmen konnte dank Produktivitätsgewinnen und gestiegener Nachfrage in beiden Geschäftsbereichen Automotion und Machining die Resultate deutlich verbessern. Die ungünstige Währungssituation drückte aber das Ergebnis.

Für den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich das Unternehmen vorsichtig, bestätigt aber das Anfang Jahr formulierte Jahresziel. Auf Gruppenebene konnte Mikron im ersten Halbjahr 2011 den Umsatz um 29% auf 104,2 Mio CHF steigern, beim Auftragseingang waren es +16% auf 127,4 Mio CHF. Der Auftragsbestand per Mitte Jahr lag bei 109,8 Mio CHF, nach 84,2 Mio Ende 2010, wie der Maschinen- und Anlagenbauer am Freitag mitteilte. Der EBIT verbesserte sich ebenfalls deutlich und lag mit 3,9 Mio CHF wieder im schwarzen Bereich, in der Vorjahresperiode war noch ein leichtes Minus von -0,3 Mio CHF (revidiert) zu verzeichnen. Unter dem Strich ergab sich ein Reingewinn von 2,6 Mio CHF (VJ rev. -2,0 Mio).

Machining-Segment mit Bestellungs-Plus von 51%

Massgeblich am guten Ergebnis beteiligt war das Segment Machining, welches insbesondere bei den Bestellungen mit einem Plus von 51% auf 87,4 Mio die Erwartungen «deutlich» übertroffen habe, schreibt Mikron. Der Umsatz habe insgesamt mit 59,6 Mio CHF (+27%) ein «gutes Niveau» erreicht. Die bereits gegen Ende 2010 stark erholten Absatzmärkte hätten weiter an Dynamik gewonnen. Ins Gewicht gefallen sei jedoch der Währungseffekt, denn in lokalen Währungen hätten die Steigerungsraten nochmals rund 10% mehr betragen. Der verbesserte EBIT von 2,6 Mio CHF (VJ rev. 0,2 Mio) entspreche den Erwartungen.

Frankenstärke belastet
Der Bereich Automation konnte ebenfalls den Umsatz im ersten Halbjahr 2011 mit 44,9 Mio CHF (+30%) klar steigern. Der Bestelleingang liege jedoch mit 40,3 Mio CHF (-24% gg VJ) klar unter den Erwartungen. Ebenfalls sei der EBIT mit 0,1 Mio CHF (VJ rev. -1,0) tiefer als erwartet. Die Frankenstärke habe der Wettbewerbsfähigkeit im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland «arg» zugesetzt, heisst es dazu. Man habe die Aufwertung der Währung mit einer Verlagerung von Einkäufen in den Euro-Raum und mit diversen Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen nur ungenügend kompensieren können.

Mikron sieht sich «solide finanziert»
Für den weiteren Geschäftsverlauf gibt sich das Unternehmen vorsichtig. Die Entwicklung im zweiten Halbjahr sei schwierig abzuschätzen. Netto mit Finanzvermögen und einer Eigenkapitalquote von 67,7% sei Mikron jedoch «solide finanziert». Der Maschinen- und Anlagebauer hält auf Gruppenstufe trotz Währungssituation am Jahresziel fest und rechnet mit einem Umsatz von «gut» 200 Mio CHF und einer EBIT-Marge von 3 bis 4% für das Gesamtjahr 2011. (awp/mc/ps)

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