Myriad ernennt Stephen Dunford zum neuen CEO

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(Foto: Myriad)

Zürich – Der Handysoftware-Hersteller Myriad steht künftig unter einer neuen Leitung und gibt sich eine neue Organisationsstruktur. Stephen Dunford ist mit sofortiger Wirkung zum neuen CEO ernannt worden, während Chief Operations Officer (COO) Gary Bunney das Unternehmen verlässt. Gleichzeitig wird das Geschäft neu in die Divisionen «Device Solutions» und «Mobile Services» aufgespalten.

Dunford tritt die Nachfolge von Simon Wilkinson an, der Ende September im Vorfeld der Veröffentlichung eines Umsatzrückganges und eines deutlich höheren Verlustes als im Vorjahr per sofort als CEO zurückgetreten war. Einen Monat später hatte Wilkinson auch den Verwaltungsrat verlassen. Ebenfalls zurückgetreten war seinerzeit James Robins, Senior Vice President Marketing. Die CEO-Funktionen hatten interimistisch Finanzchef James Bodha, COO Bunney sowie der seinerzeit neu zum Marketing-Chef ernannte Mike Grant gemeinsam übernommen.

Aufspaltung in zwei Geschäftseinheiten
Weiter gibt sich Myriad eine neue Organisation in der Form von zwei Einheiten: Device Solutions, die Technologie für mobile Endgeräte und Set-Top-Boxen auf einer OEM-Basis für Hersteller entwickelt und Mobil Services, die sich auf «Social Messaging»-Produkte und -Dienstleistungen für Betreiber konzentriert. Mit der weitergehenden Konsolidierung der Organisation sollen Effizienz und Innovationskraft gesteigert werden, teilt Myriad am Dienstag mit.

Die Leitung von Device Solutions übernimmt Ed Zylka als Senior Vice President und General Manager. Er ist direkt dem CEO unterstellt. Zylka war zuvor Vice President und General Manager für die Geschäftseinheit Americas.

Kundenzufriedenheit, Produktinnovation und «Teambuilding»
Verwaltungsratspräsident Erik Hansen attestiert dem neuen CEO Dunford in der Mitteilung einen starken Fokus auf Kundenzufriedenheit, Produktinnovation und «Team Building». Dies seien Schlüsselfaktoren für den zukünftigen Erfolg.

Dunford war zuletzt CEO von Spectrum Motion Media, und er ist im Verwaltungsrat von Pythagoras Communications, einem Customer-Relationship-Management-Anbieter. Zuvor war er u.a. VR-Präsident und CEO der von ihm gegründeten X-cell Communications. Er verkaufte dieses Unternehmen später an Nortel Networks. Dunford war ebenfalls CEO der auf das Content-Management für mobile Geräte spezialisierten Elata, die er an Qualcomm veräusserte.

In der Mitteilung werden weiter die Verdienste von Bunney verdankt. Der vormalige COO wolle anderweitige Interessen verfolgen, heisst es zu seinem Rücktritt. Seine Aufgaben würden künftig durch andere Management-Mitglieder abgedeckt.

Hoher Halbjahresverlust und Kapitalerhöhung
Myriad erlitt im ersten Semester einen Einbruch auf ganzer Linie, wie Ende September mitgeteilt. Der Umsatz sank in der ersten Hälfte des Geschäftsjahrs 2012 im Vergleich zum Vorjahr um gut 28% auf 25,1 Mio USD. Das Unternehmen begründete den Rückgang mit der geringeren Nachfrage nach Software, weil die Volumen für gängige Handys (Feature Phones) sanken. Der Reinverlust stieg auf 23,3 Mio von 4,6 Mio im Vorjahr.

Die zweite Hälfte des Jahres 2012 wurde vom Management damals als «Schlüsselperiode» bezeichnet. Die Gesellschaft erwarte eine signifikante Verbesserung der Profitabilität gegenüber dem Vorsemester. Eine konkrete Guidance für 2012 wurde nicht abgegeben. Zudem nahm die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht im Volumen von 4,04 Mio Aktien bzw. 10 Mio CHF vor; der Ausgabepreis betrug 2,50 CHF je Aktie zu 0,10 CHF Nominalwert. Die Übernahme der britischen Synchronica und die damit einhergehende Verringerung der liquiden Mittel sei unter anderem ein Grund für die Kapitalerhöhung gewesen, erklärte CFO Bodha damals.

Die Myriad-Aktie schloss am (gestrigen) Montag auf 2,35 CHF. Das bisherige Jahreshoch beträgt 4,60 CHF, das -tief 1,80 CHF. (awp/mc/pg)

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