Nestlé erwirbt für 1,4 Mrd Dollar Kommerzialisierungs-Rechte von Valeant

Paul Bulcke
Paul Bulcke, ehemaliger Nestlé-CEO. (Foto: Nestlé/Flickr)

Paul Bulcke, CEO Nestlé. (Bild: Nestlé)

Vevey – Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé übernimmt von Valeant die vollen Kommerzialisierungsrechte für mehrere Produkte der ästhetischen Dermatologie in den USA und Kanada. Dafür bezahlt der Konzern 1,4 Mrd USD in bar. Die USA und Kanada repräsentierten zusammen mehr als die Hälfte des schnell wachsenden Marktes für medizinische Ästhetik weltweit, teilt Nestlé am Mittwoch mit. Die Transaktion unterliege noch der Zustimmung der Behörden.

Die Übernahme der Rechte ist im Rahmen des von Nestlé im Februar angekündigten Schrittes zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten auf Hautpflegeprodukte zu sehen. Damals schuf der Konzern die Nestlé Skin Health, welche mit einer breiten Palette an Produkten den Bedarf im Bereich Hautgesundheit abdecken soll. Das Fundament dieses neuen Unternehmensteils bildet Galderma, ein Joint Venture mit L’Oréal. Nestlé will Galderma vollständig übernehmen, wartet aber auch hier noch auf die endgültige Genehmigung durch die zuständigen Behörden.

Zu den von Valeant zu übernehmenden Produktrechte gehören Restylane, Perlane, Emervel und Dysport. Zudem will Nestlé die vollen Rechte in den USA, Kanada und «vielen Märkten weltweit» für Sculptra erwerben.

«Mit dieser Transaktion haben wir entscheidende strategische Aktiva erworben», lässt sich Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck zitieren. Und CEO Paul Bulcke ergänzt: «Diese Akquise wird die führende Position von Galderma in der Branche abstützen.»

Analysten zeigen sich wenig überrascht
Die Bank Vontobel zeigt sich von diesem Schritt wenig überrascht. Die strategische Massnahme im Bereich ästhetische Dermatologie passe zu seiner Analyse, schreibt Analyst Jean-Phillippe Bertschy. Zusammen mit Allergan sei Nestlé nun globaler Marktführer in diesem Sektor. Der Analyst bestätigt entsprechend seine Kaufempfehlung für die Nestlé-Valoren und das Kursziel von 80,00 CHF. Die ZKB bewertet die Akquisition als «weitgehend Neutral». Schade sei, dass Nestlé keine Angaben zum erwarteten Umsatz und der Profitabilität aus der Transaktion gemacht habe, heisst es in einem Kommentar. (awp/mc/pg)

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